02Feb/19

Lass los!

Lass deine Beziehung los!
Lass deinen Expartner los!
Lass deine erwachsenen Kinder los!
Lass die verlorene Liebe los!
Ärgere dich nicht, lass los!

Loslassen, wie geht das?

Jede/jeder, die/der sich mit dem Loslassen auseinandersetzen muss, weiß vom Verstand / der Logik her, dass sie/er loslassen sollte, aber es geht nicht.
Es ist einem schon lange bewusst, dass man es tun sollte, doch man schafft es nicht. Immer wieder leidet man und hängt vergangen Gefühlen hinterher, macht sich meist selbst Vorwürfe, will aber das innere Bild, Gefühl, Hoffnung nicht loslassen.

Ob es nun ein Partner war oder ein Mensch, den man gern als Partner gehabt hätte
oder auch liebe Verstorbene;
eine Arbeitsstelle, die man verloren hat oder gerne gehabt hätte;
oder Kinder erwachsen werden und man sie loslassen sollte;
ein Haus, eine Wohnung, ein geliebtes Tier …….
oder Worte, die man gehört hat und nicht loslassen kann – im Kopf eine Endlosschleife, immer und immer wiederholen sich die Gedanken zum Thema.

Wie lässt man los?
Wie schafft man das?

Hier erst einmal die möglichen Ursachen im Überblick:
(das ist mein Schema, nach dem ich vorgehe, natürlich kann man die Reihenfolge ändern, es kann aber in schlimmen Fällen auch alles sein)

  1. Karma-Vorleben
    Wenn ich mit der Person aus einem Vorleben durch große Schuld verbunden bin, muss dies gesehen und gelöst werden.
  2. Systemisch
    Wenn ich in meinem System am falschen Platz stehe.
    Beispiel: als kleines Mädchen/ kleiner Junge  (Prinz/Prinzessin) werde ich es nicht verstehen und schwer akzeptieren können, wenn ein Mann/ Frau mir den Laufpass gibt.
    Nur wenn ich am richtigen Platze stehe, diesen auch einnehme, kann ich bei Verlust weitergehen. Ein Verlust ist normal……denn Verlust ist Veränderung …Neubeginn
  3. Körperanker
    In meinem Körper sind durch negative Erlebnisse negative Anker, sodass es mir unmöglich ist loszulassen.
    Beispiel: Eltern haben sich getrennt, als ich ein kleines Kind war, das war für mich so furchtbar, dass ich die Trennung meiner Eltern nie verarbeitet habe, für mich lösen konnte. Das schläft in mir und in dieser Situation ploppt es hoch und ich kann mir meine unlogischen Gefühle nicht erklären. Aber viele Erlebnisse können daran mitwirken, dass ich nicht loslassen kann.
  4. Lebensplanung
    Wie/Was habe ich geplant für mein Leben, Partnerschaft, Arbeit …
    Typisches Beispiel: Kinder sind erwachsen und man hat sich nie Gedanken gemacht, hat es nie herausgefunden, was einem selbst Freude macht. „Was mache ich, wenn meine Kinder erwachsen sind. Was mache ich jetzt mit mir?“ Diese Frage überfordert viele Frauen. Hobby? Was soll ich mit der vielen Freizeit machen?
    Beziehung Ende, was nun?
    Jobverlust, Pensionsschock …
    Den Rückschlag als Chance, als Erfahrungswert annehmen und neu beginnen, neue Arbeit, neuer Partner, Neues lernen…. doch alles braucht seine Zeit. Natürlich gehört eine Trauerphase dazu, natürlich geht es einem eine Zeit schlecht, aber Jahre sollen es nicht sein.
  5. Ego

Nur wenn ich akzeptieren kann, dass die Welt sich um ihre Achse dreht und nicht um mich, werde ich alles tun, damit ich es schaffe loszulassen. Veränderung geschieht nur mit dem eigenen Willen.
Was tun?

  1. Familien-Aufstellungen: Hier schaue ich immer auf das Karma, aber auch systemisch.
  2. Systemische Arbeiten: NLP Tool um sich seinen Platz bewusst zu machen und zu verändern, Coaching Sitzungen
  3. Hypnosen: Um ganz tief versteckte Erinnerungen (Anker) hervorzuholen und zu lösen.
  4. Selbstprozessing: Sich bewusst auf sich selbst einlassen, hinein hören und sich wirklich seiner Bedürfnisse gewahr sein.

Das alles ist natürlich ein Prozess, der seine Zeit braucht.

  1. Koffer packen

Ich stelle mir vor, ich lege all meine Probleme, Sorgen, Wünsche abends in einen Koffer. Es sollte ein alter Koffer sein, bei dem noch ein dicker Ledergürtel dazu gehört, mit dem man durch zwei feste Eisenverschlüsse den Koffer versperrt und am Schluss den Riemen verzurrt/verschließt.
Dann stelle ich den Koffer in den Keller oder vor die Haustüre. Wenn ich mir das täglich abends vor dem Schlafen vorstelle, unterstützt mich das im Loslassen sehr. Mit diesen Gedanken dann einschlafen „Probleme sind im Koffer vor der Tür/ im Keller …“

  1. Liebeskummer

Bei unerreichter Liebe kann man sich vorstellen, dass man die Liebe zu diesem Menschen in eine wunderschöne Schachtel gibt, die man mit all der Liebe dekoriert und herrichtet. Nun verschließt man sie und gibt ihr im letzten Winkel des Herzens einen Ehrenplatz. Dann macht man dort die Türe so zu, dass sie einen jetzt nicht mehr schmerzt. Aber natürlich, wenn man es will, kann man sie jederzeit hervorholen.

Dazu muss ich sagen, dass diese Vorstellung schon vielen Menschen sehr geholfen hat, auch mir.

  1. Bewegung

Statt im Kopf den Verlust immer und immer wieder zu zelebrieren, sollte man sich einfach hinein-bewegen. Ob man es nun heraus tanzt oder läuft oder Rad fährt, ist egal. Die Magie dahinter ist, die negative Emotion mit den zugehörigen Stresshormonen durch Bewegung zu lösen. Durch sitzen und grübeln, wird es nur schlimmer.
Ich liebe es, bei einem Problem mich hineinzubewegen durch Wandern oder Fitnessstudio. Nach 1- 2 Stunden wird mir viel leichter und ich habe da die besten Erkenntnisse.
Sitzen und grübeln ist Stillstand. Nur durch Bewegung kommt das Problem in Bewegung.

  1. CD
    Wing Wave hat CDs, die durch Hemisphärenstimulation auf unser Unterbewusstes wirken und die Areale entkoppeln, die blockiert sind. Man kann auch alles als App herunterladen.

Ich arbeite gerne in Selbstprozessing-Arbeiten mit solch einer Musik, sie unterstützt mich sehr, leichter in die Tiefe zu kommen zu meinen Themen.

Wing Wave

  1. Bücher
    Lesen bildet, das Lesen hilft mir, andere Sichtweisen zu bekommen.

ZB:

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg
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Wenn ich weiß, wer ich bin, kann ich sein, wie ich möchte
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10Jan/19

Gedankenkontrolle

Bist du deine Gedanken oder sind Gedanken nur Gedanken?
Aber was ist denken?
Wie soll man denn das Denken kontrollieren?
Warum sollte man denn sein Denken unter Kontrolle haben? Geht das?

 

 

Ja das geht!
Wir haben ja 5 Sinne
1.) Hören
2.) Sehen
3.) Riechen
4.) Schmecken
5.) Spüren + Tastsinn
Hier gehört dann der „Gedanken-Sinn“ dazu.
Ich denke an Menschen, die es nicht schaffen, ihre Gedanken unter Kontrolle zu halten.

„Ich kann nicht schlafen, meine Gedanken gehen mit mir spazieren“
„Ich muss immer an das denken, kann gar nichts anders machen“
„In meinem Kopf sind 100 Gedanken, ich kenne mich oft gar nicht aus“
„In der Früh stehe ich auf und dann geht es los, was ich alles zu tun habe. Bis am Abend habe ich immer Kopf weh…“

Heute ist es leider weit verbreitet, dass die Gedanken sich verselbständigen.

Dazu fällt mir immer der Spruch ein, was sind Gedanken?

Wenn du denkst, dass du denkst, denkst du nicht, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken

Ist es möglich zu lernen, seine Gedanken zu kontrollieren? Ich bin kein Arzt doch fangen nicht viele Probleme klein an?

In vielen Lehren wird den Gedanken große Aufmerksamkeit geschenkt. Im Asiatischen oder im Orient ist es ganz normal, dass Kinder von klein an geschult werden, ihre Gedanken zu kontrollieren.
Yoga, Meditationen, Karate, Judo ……..

Auch wir hier in Europa hatten Ähnliches, doch das Moderne hat es verdrängt und nun ist ein Loch entstanden.
Sonntags still in der Kirche sitzen und beten. Es war doch nicht nur das Beten, sondern auch ruhig zu sitzen zuzuhören, sich dem Gefühl der Gemeinschaft zu verbinden, zu singen und zu atmen.
Atem ist Leben, Atem reichert Sauerstoff in der Lunge an.
Durch das richtige Atmen beim Singen, werden schon nach kurzer Zeit Glückgefühle ausgeschüttet. Schwedische Forscher haben das sogar bewiesen. Auch kann man dies sofort und jederzeit, wenn man das Gerät zur Herzfrequenzvariabilätsmessung hat (dazu gibt es kleine Geräte), messen.
Wo man singt, da lass dich nieder. Singen senkt Depressionen, steigert Konzentration
Singen ist auch eine Form von Gedankenkontrolle, sich bewusst auf den Text konzentrieren, auf die Töne …es macht den Kopf frei, innerlich ruhig und nach ein paar Liedern werden Glückshormone ausgeschüttet.
„Ich kann nicht singen“ ist nur eine Ausrede. Jeder kann singen, der eine Stimme hat. Ums Können geht es nicht, sondern ums Tun.
Ich singe immer im Auto – laut, falsch und mit Begeisterung. An Ampeln bin ich still ggg so nach 20 min geht es mir voll gut!
Probiert es aus! Mit der Zeit wird man dann immer besser. Heute traue ich mich auch schon in Kirchen laut singen.

Abends Kindern Geschichten vor dem Einschlafen erzählen. Ruhig dazuliegen, auf die Stimme zu achten und der Fantasie freien Lauf zu lassen, das sind erste Hypnosen, bewusst sich führen lassen, auf die Stimme der Eltern hören und ihnen vertrauen. Die Botschaften, die durch die Geschichten vermittelt werden, sind lebendiges Lernen von Anfang an. Kinder lieben es und sind immer mit der ganzen Fantasie dabei. Sie tauchen quasi mit den Eltern in der Fantasiewelt ab.

Mit den Kindern spazieren oder wandern gehen. Die Umgebung erforschen …sehen…lauschen…fühlen…riechen… schmecken…Oder zusammen musizieren.
Lernen allein zu spielen, mit sich alleine glücklich zu sein.
Von klein an zu lernen, sich selbst zu beschäftigen, dazu gehören keine Medien.

Die Moderne hat in ihrer Hektik des Alltags vergessen, dass Kinder von ganz klein an lernen müssen, sich selbst auszuhalten, sich selbst zuzuhören, mit sich glücklich zu sein.

Jede Art von Meditationen oder Hypnosen, Trancen sind auch ein Weg, seinen Gedanken zu kontrollieren.
Viele Mönche/ Priester lernen und üben Jahrzehnte, ihre Gedanken zu kontrollieren.
Einfach nur sein, ohne Gedanken. Ich finde das voll super, genial.
Es zu erleben, nichts zu denken, nur sein, quasi in die Luft schauen, das ist so erholsam, einfach schön. Ruhe nichts als Ruhe.

Übung

Stoppschild

Für das erste Mal nimm dir Zeit und präge dir ein Stoppschild ein, setzte dich davor, versuche ruhig zu werden und nicht zu denken außer Stopp, nur du und das Stoppschild. So lange, bis du ein gutes Gefühl hast.
Dann, jedes Mal, wenn du merkst, dass deine Gedanken wieder spazieren gehen, erinnere dich an das Stoppschild, sage es dir auch innerlich „Stopp“ und zwar so lange, bis du die Ruhe in dir wieder spürst.

In der ersten Zeit kann natürlich sein, dass du 1000 x am Tag Stopp sagst, doch mit der Zeit werden die Abstände grösser und grösser. Wenn du geübt bist, musst du nur kurz an das Schild denken und schon bist du ruhig.

Singen wie oben schon beschrieben

Oder Zuhause, oder im Chor, Verein ….

Power Relax http://www.powerrelax.at/

Das sind Mediationen am Handy, die Stress über die Ohren entkoppeln. Geniale Tools

Natürlich Sport –Laufen zum Beispiel
Überall, wo man aus der Puste kommt, bewegt man sich und hört auf, über Sorgen nachzudenken.

https://www.lebenslangeslernen.net/10432-gluecksgefuehle-singen-ist-gut-fuer-koerper-und-seele.html https://de.wikipedia.org/wiki/Herzfrequenzvariabilit%C3%A4t

 

31Dez/18

Ich mache auch Hypnose in meinen Coachings!

Hypnosen gibt es viele. Ich habe mit den Journeys begonnen.
2003 machte ich die Blöcke der Journeys

  • Physical Journey
  • Emotional Journey
  • Designer Journey
  • Reise zu Wohlstand und Fülle
  • Dasein Sinn Prozess

In diesen Trancen geht man über den Körper zu den Erinnerungen, wo das Negative programmiert wurde, alles nach einem festen Schema. Damals war ich begeistert davon, wie sehr mir das half. Natürlich beglückte ich alle meinen Lieben damit. Die Designer ist meine Lieblings-Journey, die ich auch heute noch immer wieder verwende, die anderen Journeys verwende ich nur ab und zu. Journeys sind wirklich geniale Werkzeuge vor allem für Anfänger. In meinen NLP-Ausbildungen merkte ich erst, wie genial diese Journeys zusammengestoppelt wurden. Perfekt.

Dann machte ich 2010 Wing Wave. Ich war hin und weg, wie schnell man negative Glaubenssätze, Erinnerungen bzw. Erlebnisse entkoppeln konnte.

Dazwischen waren mein NLP Practitioner, Master, Trainer …. Trancen und Mediationen waren jeden Tag dabei.

Heuer, 2018, machte ich bei Gerald Schifneg die Hypnosecoching-Ausbildung. Hier war es wieder so, als hätte ich eine Türe in einen Raum mit 1000 Büchern aufgemacht, die ich unbedingt lernen muss.
Daraufhin war mir sofort klar, dass ich bei Thomas Kalkus- Promitzer die Transfomative Trance lernen muss. gggg Das tat ich dann im November auch.
Die Transformative Trance ist wirklich einzigartig, denn man steigt direkt beim Problem/ der Erinnerung/ dem schlechten Gefühl ein. Man spricht während der ganzen Hypnose mit dem Kunden.
Er fühlt, nimmt sein Problem wahr und genau so wird es auch gelöst.

Alle, die sagen: „Ich kann mich nicht entspannen.“, „Ich kann keine Hypnose machen.“, „Es ist noch niemand geglückt, mich zu hypnotisieren.“, sind hinterher ganz perplex, wenn sie die Augen aufmachen, dass sie es dann nicht schaffen, aufzuspringen und schnell zu sprechen, weil sie die ganze Zeit das Gefühl hatten, da wir ja gesprochen haben, nicht unter Hypnose zu sein, also immer selbst die Kontrolle zu haben. Sie brauchen wirklich Zeit wieder im Hier und Jetzt anzukommen und spüren die Erleichterung, die von Innen ausgeht. Da erst nehmen sie wahr, wie tief entspannt sie waren.

Hypnosen wirken so subtil! Man merkt erst in einer davor als negativ empfundenen Situation, dass man von selbst ganz anders handelt, ohne nachdenken zu müssen.  Erst danach fällt es einem auf, dass das Problem weg, vorbei ist.

Natürlich ist es anstrengend mit sich zu arbeiten. Natürlich wäre es fein, wenn jemand das Problem wegzaubern könnte. Aber wirklich auf Dauer muss jeder Mensch lernen, seine Probleme anzuschauen und zu lösen. Hypnose ist hier eine effektive Methode.

Hypnosen sind einfach genial!

29Nov/18

Warum soll ich mich Bewegen?

Letztens im Fitnessstudio war ich so richtig sauer, richtig böse auf einen lieben Menschen. All meine Energie ließ ich an den Geräten aus, powerte mich so richtig aus, blieb aber immer mit den Gedanken bei dem Thema, das mich so ärgerte.

Nach etwa 60 Minuten hatte ich die Erleuchtung, kam dahinter, was mich wirklich nervte, warum mich das so aufregte.
Wie üblich war es wieder eine negative Erfahrung aus meinem Leben, wo ich nicht handeln konnte. Nun im Studio überlegte ich mir, nachdem ich meinen Ärger losgeworden war, eine Strategie wie ich dieses Mal anders, aber doch wertschätzend handeln konnte. Danach klärte ich ohne große Aufregung mit der Person das Problem.

Habt ihr gewusst, dass ganz viele schlaue Köpfe, ob Darwin, Einstein, Holms… sich bewegten, wenn sie denken mussten oder Probleme versuchten zu lösen.
Zurzeit lese und arbeite ich mit dem Buch von Robert Dilts „NLP 2-die neue Generation“. Der Satz daraus:
„Geist ist Bewegung und Weisheit und Intelligenz gehen aus dieser Bewegungsqualität heraus.“

Ja, so ist es. Ich kann jedem nur empfehlen, probiert es aus. Wenn ihr Sorgen habt oder ihr müsst über etwas nachdenken, bewegt euch hinein.
Nehmt euch die Zeit und ihr werdet sehen, dass viele Sorgen und Gedanken sich super auflösen, man eine Lösung findet. Wenn man sitzt und grübelt, werden oft aus Kleinigkeiten Berge, Berge von Problemen. Der Geist gehört bewegt, von einer anderen Seite betrachtet. Viele unserer Problemverhalten beruhen auch auf dem Verhalten, dass wir immer gleiche Bewegungsabläufe haben. Das speichert unser Körper und wenn dann eine Situation auftaucht, die daran erinnert, verfallen wir soft in das Muster und spüren die alten negativen Gefühle.

Man kann das Ganze gut umdrehen, indem man sich hinein bewegt. Natürlich sollte die Bewegung, die man macht, Spaß machen und gut tun. Boxen mit Karpaltunnelsyndrom oder Laufen mit kaputten Bandscheiben … ist Blödsinn.

Bitte, wenn ihr das macht, achtet auf euren Körper und macht euch damit nicht kaputt. Wenn ich nun ein Sitzer, ein Couchkönig bin und anfange, mich zu bewegen, sind Spaziergänge alleine, ohne dass ich mit jemandem rede, ideal, nur ich und meine Gedanken. Schritt für Schritt raus aus meinen alten Mustern.

Mein Mann und ich lieben das Wandern. In der schönen Jahreszeit sind wir viel unterwegs. So ein Tag am Berg ist für mich wie Urlaub, danach bin ich innerlich ruhig und fühle mich fit und entspannt.
Natürlich habe ich ein Raster des Denkens in mir, um den Mustern auf die Spur zu kommen.
Übung:

  • Lass durch Bewegung die Wut oder den Ärger raus. Bewege dich ganz bewusst in den Ärger hinein. Zum Beispiel geh am Laufband oder in der Natur so schnell, dass du zu schwitzen anfängst, der Puls muss rauf. Denk die ganze Zeit an das, was dich ärgert, nicht verdrängen, sondern ganz bewusst kommen lassen.
    Hier darf man nicht aufhören, das gehört dann unbedingt abgegangen, gelaufen, bewegt. Das kann auch schon mal bis zu 2 Stunden dauern. Danach hat man aber einen klaren Gedanken und kann das Problem nüchtern betrachten. Mit Wut im Bauch ist das unmöglich.
  • Was für ein negatives Gefühl spüre ich wirklich in mir?
    Zum Beispiel: Demütigung, Ablehnung, Einsamkeit, Missachtung, Trauer …….
  • Dann frag dich: Woher kenne ich diese Situation?
    Erinnert mich die Situation an vergangene Erlebnisse?
    Wann habe ich das schon erlebt? 
  • Wo begann all das?
    Such den Anfang! 
  • Solltest du dann wieder Wut oder Ärger spüren, musst du dich wieder hinein bewegen, bis du wieder klar denken kannst.
     
  •  Danach frag dich, wie könntest du jetzt anders handeln oder wie würde jemand, den du wertschätzt, in einer solchen Situation handeln?
    Man kann von Vorbildern gut kopieren, lernen, sie nachmachen.
    Im NLP sagt man dazu Modellieren.
    Es sind ja nur unsere Gedanken, die feststecken.

Nach der Bewegung zum Stress rauslassen, kann man auch beschließen: „Ich ärgere mich nicht mehr, das lasse ich dort. Ich schaue auf mich und Punkt.“ So wie es halt in der Situation passt.
 

Gerne könnt ihr mir schreiben, vielleicht auch wie ihr mit Stress und Ärger umgeht.
Eure Heidi Schwaiger

20Nov/18

Selbstwert Teil 3

Sozialisationsperiode 14-21 Jahre
Was ist denn nun die Sozialisationsperiode?

Das sind die Jahre, in denen unsere Kinder sich mit ihren Glaubenssätzen und Werten versuchen anzupassen, versuchen einen Platz zu finden in der Gemeinschaft, in der wir leben. Das kann ganz schön schwierig sein, wenn der junge Mensch nicht davon überzeugt ist, dass er ein lieber und guter Mensch ist, der Selbstwert niedrig ist.

Wie viele von uns glauben, dass sie keine Liebe verdienen, dass sie nicht gut genug sind, und so weiter, weil sie eben das bisher nicht lernen konnten?
(siehe Teil 1 und 2)
Es ist so wichtig, dass unsere Kinder hier zu 100% überzeugt sind: „Ich bin gut/liebenswert…“, dass sie ein gutes Selbstbild haben. Denn in dieser Zeit baut sich alles auf diesem Fundament auf.

Die jungen Menschen verändern sich, der Körper wird erwachsen. Die Geschlechtsteile reifen aus. Der Sexualtrieb erwacht und in diesem Hormon-Hurrikan müssen jetzt die jungen Menschen ihren Platz finden.
Wie seit Anbeginn unserer Zeit lernen wir im Kopieren. Wir sozialisieren uns, denn durch das Kopieren wollen wir dazu gehören, dazugehören zu den Erwachsenen, denn wir sind ja kein Kind mehr.

Wenn wir aber glauben, dass wir nicht gut sind, suchen wir uns natürlicherweise einen Umgang aus, der noch weniger wert ist, als wir es von uns glauben. Die Logik dahinter ist, wenn ich schlecht bin und meine Freunde noch etwas schlechter sind als ich, dann bin ich wieder gut/ besser. Dazu kommt noch, dass die Kinder sich abnabeln wollen. Sie wollen alles besser/anders machen als die Eltern, je inniger die Beziehung, desto heftiger ist dieses Abnabeln.

Eine Scheidung in dieser Phase kann die Welt dieser Kinder zum Einsturz bringen. Wie oft glauben Kinder, dass die Eltern sich scheiden lassen, weil sie schuld seien.
Das Mädchen verliert unter Umständen den ersten Mann, an dem es sich ein gutes Beispiel nehmen kann, wie eine Beziehung gelingen kann, wie Eltern miteinander umgehen, wie Frauen und Männer mit Achtung und Respekt behandelt werden. Denn mit guten Vorbildern zu leben und sich reiben zu dürfen, ist optimal.

 Wenn Söhne ihren Vater verlieren in dieser Phase, ist das sehr schlimm, denn wo können sie es sich abschauen, was es beutet Mann zu sein. Wo können sie rangeln und ihre Grenzen kennen lernen? Wir Mütter mögen Vieles für unsere Kinder sein, aber wir sind immer nur Mutter. Wir Mütter sind weich, lieb, haben für so viel Verständnis.
Aber bei Jungs ist das oft verkehrt, sie brauchen auch mal die männliche Seite „Steh auf, mach das, auch wenn es weh tut!“.
Männer sind geboren für den Wettkampf. Sie sind seit der Steinzeit rausgegangen in die wilde Natur, um Nahrung zu holen für die Familie. Sie haben seit jeher ihre Familien verteidigt. Sie haben Häuser gebaut, waren stark für die Familie.

Sicher können Frauen das auch, aber Männer sind doch etwas anders.
Es ist wichtig für Jungen einen Vater zu haben, an dem der Junge sieht, was es bedeutet Mann zu sein, rauszugehen in die Welt, um bestehen zu können. Der Junge beginnt zu arbeiten. In der Arbeitswelt kommt er auch gut mit seinen Kollegen und mit seinem Boss aus. Er lernt seinen Platz im Außen gut einzunehmen.

Ein Lehrling ist kein Boss, ein Schüler kein Pädagoge, ein Arbeiter kein Chef, Freunde sind Freunde und ich bin ich.
Ich, Junge oder Mädchen, weiß, dass ich gut bin. Dann ist es leicht seinen Platz unter all den verschiedenen Konstellationen zu finden, denn ich bin super/gut –guter Selbstwert.
Was tun?

Ich liebe mittlerweile die Hypnosen, mit dem Unterbewussten zu kommunizieren, zu lösen und neu zu schreiben, dort, wo die Probleme entstanden, alles neu aufsetzen oder neu einfügen. 
Wenn ich an mir etwas verändern möchte, lösen möchte oder eben anders machen möchte, dann beutet das immer Arbeit, Arbeit an mir und mit mir. Das beutet sich Zeit zu nehmen und es zu tun.Wenn Menschen zu mir kommen, arbeiten wir. Manchmal sind sie echt müde, wenn sie heimgehen.

Danach müde zu sein heißt, ein Problem wurde gelöst.
Es ist wichtig, sich selbst den Wert zu geben, mit sich zu arbeiten, sich die Zeit und Mühe zu nehmen, damit man sich danach gut fühlen kann.

Stell dir doch selbst die Fragen:
Wie viel Zeit investiere ich in mich, damit es mir wirklich gut geht?
Geht es mir wirklich gut?
Bin ich glücklich?
Funktioniere ich?
Lebe ich oder werde ich gelebt?
Habe ich für mich wirklich keine Zeit, um Sport zu machen, mir etwas Gesundes zu kochen, mich zu pflegen, ein gutes Buch zu lesen, mich mit lieben Menschen zu treffen, zum Arzt zu gehen, auszuschlafen, ………

Ein guter Selbstwert bedeutet auch, sich selbst zu lieben!
https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialisation

 

 

05Nov/18

Selbstwert Teil 2

Die Umgebung formt das Kind.
Oder: Schau dir die Freude an, dann weißt du, wer das ist.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Diese Sprüche kennen wir alle, doch der Kern dieser Aussage ist, dass eben wir Menschen immer andere modellieren, nachmachen.
Das Alter von 8-13Jahren ist die Modellierperiode jedes Menschen, hier lernt das Kind durch Nachmachen seine Strategien, um sich in der Welt zurechtzufinden.
Natürlich schaut das Kind zuerst seine großen Vorbilder an: Mama/Papa. Welchen Selbstwert hat denn Mama/ Papa, weiß sie/er was sie/er wert ist? Schätzt sie/er sich selbst oder zeigt der Papa ihr z.B. „Ohne mich kannst du nicht überleben.“ Oder „Ohne mich kannst du es nicht schaffen.“ Und Mama ist brav, ruhig ……. zeigt durch ihr Verhalten, dass es so ist.
Was lernt denn da ein kleines Mädchen oder ein kleiner Junge.
Eine Frau ist weniger wert als ein Mann!
Männer haben mehr Rechte?
Ohne Mann kann eine Frau mit Kindern nicht sein………
Frauen müssen gehorchen …..
Das kleine Mädchen nimmt nun dieses Modell als ihres an.
Das Mädchen mag dann zwar in der Pubertät dagegen rebellieren, doch tief in ihrem Unterbewusstsein haben sich diese negativen Glaubenssätze festgemacht. Sich zeigen oder sichtbar wird sich dieses Programm erst, wenn das Mädchen zur Frau wird.
Ich erlebe es immer wieder; taffe, starke Frauen gründen eine Familie, bekommen Kinder und auf einmal ist der Selbstwert der Frau verschwunden.
Sie stürzt in eine Selbstwertkrise. Eben genau deswegen haben sich die Eltern in der Modellierperiode des Mädchens scheiden lassen oder steckten in einer schweren Krise. Sie hat das negative Modell übernommen und aus der Kindheit schallt die Erinnerung wie ein schwarzer Schatten hervor.

Kinder bekommen ein Familiensystem als Modell, das nicht gesund ist. Leider glauben auch heute noch viele Eltern, dass es gut wäre für die Kinder, wenn sie wegen der Kinder zusammenbleiben.
Dazu möchte ich sagen, dass es in den wenigsten Fällen wirklich gut ist. Behandeln sich die Eltern wertschätzend, ist dann Respekt und Achtung noch wirklich in der Familie oder bindet nur das Geld. Einer der Partner muss ja dann Unterhalt zahlen und sieht seine Kinder vielleicht wenig. Leider ist das meist der Hauptgrund.
Wegen der Kinder zusammenzubleiben würde wirklich heißen, Mann und Frau machen gemeinsam Therapie-Gespräche so lange, bis beide einen Weg gefunden haben, wie sie gut miteinander leben können, voll Liebe und Respekt. Das würde bedeuten zum Wohle der Kinder, damit diese die Eltern gut modellieren können, arbeiten beide Partner/Elternteile so lange an der Beziehung, bis die Schwierigkeiten ausgeräumt sind und beide Elternteile wieder respektvoll, wertschätzend miteinander umgehen.
Ein guter Streit reinigt die Luft. Zum Streiten gehören immer zwei. Einer alleine ist nie schuld. Wertschätzend zu streiten wird natürlich auch von den Kindern als Modell genommen.
Als Elternteil muss man sich bewusst machen, dass die Kinder zuschauen.
Wir Menschen sind empathische Wesen. Wir fühlen jeden Tag, jede Sekunde. Das beginnt nicht erst als Erwachsene, nein, schon als Säugling beginnt es. Babys sind ja anfangs über die Nabelschur mit der Mutter verbunden und bekommen nicht nur Nahrung von der Mutter, sondern sie bekommen auch ihre Gefühlswelt mit. Nach der Geburt ist das kleine Wesen total mit der Mutter verbunden. Wie ein unsichtbares Band, das die Gefühle der Mutter zum Kind sendet, aber auch umgekehrt. Das ist gut so, die Mutter schaut ihr Kind an und weiß, wie es ihm geht. In der Modellierphase spürt das Kind genau das stimmt das nicht. Es weiß genau, der Papa liebt die Mama nicht mehr oder umgekehrt …….All die Unstimmigkeiten fühlt das Kind und versucht es einzuordnen. Wenn nun das kleine Mädchen oder der kleine Bub in der Prägungsphase schon so geprägt ist, wenig wert zu sein, dann noch in der Modellierphase das Gleiche sieht, was kann denn dann herauskommen? Als Erwachsener schallt dann das Echo der Vergangenheit immer wieder „Ich bin nichts, ich bin wertlos, …“

In den Hunderten Hypnosen, die ich gemacht habe und dabei die Menschen gedanklich in die Vergangenheit geführt habe, wo sie diese Erinnerungen gespeichert haben, war es der Großteil der Erinnerungen wie eben Großeltern oder Eltern sich selbst schlecht gemacht haben, sich gegenseitig ihren Wert nicht gaben.
All das nehmen unsere Kinder so wie wir unsere Eltern modelliert haben, ob wir wollen oder nicht.

Darum seid gute Vorbilder, denn unsere Kinder machen uns nach.

 

29Okt/18

Mein Selbstwert 1Teil

„Ich kämpfe mit meinem Selbstwert, mein Selbstwert ist zu gering, ich habe keinen Selbstwert, ich glaube mein Problem liegt daran, dass ich keinen Selbstwert habe…“, sagen mir immer wieder Kundinnen.
Es stimmt, mit einem guten Selbstwert gibt es bestimmte Probleme gar nicht. Man lässt nicht über seine Grenzen gehen, weiß was man wert ist und zeigt klar seinen Wert auf.
Aber wo und wie entsteht ein gesunder Selbstwert?
Ich sage das Allerwichtigste ist die Prägungsperiode mit 0-7Jahren.
Hier wird unser Selbstwert geprägt. Von 0-3 Jahren kann ein Baby noch nicht unterscheiden zwischen Ich und du. Nach der Geburt ist es gar total verbunden mit seiner Mutter. Gut sichtbar wird dies, wenn die Mama nervös ist, dann ist es das Baby auch. Der/Die Kleine schreit ewig, ist unruhig … in Wirklichkeit hat die Mutter ein Problem. Löst sich das Problem der Mutter, wird der Säugling ruhig. Entspanntes Baby – entspannte Mama.
Lehnt sich die Mutter ab, findet sich hässlich, eben nicht wertvoll, so übernimmt das Baby dieses Grundgefühl.

Wenn sich dann die totale Verbundenheit löst und das Zwergerl zwischen Du und Ich unterscheiden kann, beginnt das Modellieren, das Abschauen wie es Mama/Papa machen. Gehen die Eltern wertschätzend mit sich um? Oder lassen sie sich von außen unterdrücken? Macht die Mama/der Papa Dinge, die sie/er gar nicht machen will, lässt sie/er sich von außen manipulieren, was sie/ihn danach unglücklich macht? „Ich will das nicht, aber man macht das so.“ Können die Eltern nicht „Nein“ sagen?
Das Baby spürt all diese Unstimmigkeiten der Mutter/ des Vaters und daraus baut es sich jetzt seinen Selbstwert zusammen.
Wenn nun das Baby heranwächst und keiner sagt dem kleinen Wesen, wie wunderbar es ist, wie schön, wie herrlich, wie lieb, wie toll, wie einzigartig, wie gut, wie gescheit, wie … es ist

„NUR“ dass die Eltern auf ihn/sie stolz sind z.B. weil er/sie jetzt schon sitzen kann, seinen Apfel isst, mit den Händen klatscht, so lieb lächelt……
Eltern sollen nicht nur sagen, sondern auch zeigen, wie toll es ist. Dies ist unerlässlich für den Selbstwert.
Ja wie soll dann ein kleines Wesen, das wie ein unbeschriebenes Blatt Papier ist, beschrieben werden, wenn es keiner tut!

Babys müssen fühlen und hören wie einzigartig, wie wundervoll sie sind. Nicht nur Babys, sondern jeder Mensch braucht das, so lange er lebt! Doch in der Prägungsphase ist es unerlässlich zur Bildung des Selbstbewusstseins. 

Was tun?
Hierzu gibt es viele Übungen.

Ich liebe dazu die Hypnose, speziell zugeschnitten auf einen bestimmten Menschen, denn das Unterbewusste weiß nicht, ob es Fantasie ist oder Realität und wenn man sich in der Fantasie vorstellt, wie wunderbar die eigene Kindheit war und man die negativen Erinnerungen gedanklich entkoppelt und umschreibt, dann kann man sich so seinen Selbstwert reparieren.

Mit Glaubenssätzen zu arbeiten, ist natürlich auch sehr wichtig.
Ich liebe mich
Ich bin wertvoll
Ich bin super, gut
Ich bin ein toller Mensch…

Diese Glaubenssätze, die man sich täglich, am besten vor dem Spiegel, morgens und abends 10 x laut vorsagen sollte, tun in ihrer Kontinuierlichkeit sehr gut. Hier passt das Sprichwort gut: „Steter Tropfen höhlt den Stein“

Mit Wing Wave lassen sich diese Glaubensätze gut im Unterbewusstsein verankern.

Ein Tagebuch führen, notieren, was ich jeden Tag gut gemacht habe, was mir toll gelungen ist.
Das Schreiben mit der Hand ist Kommunikation mit dem eigenen Unterbewussten. Sicher, am Anfang ist es ungewohnt, doch wenn man einmal damit begonnen hat, spürt man die heilende Wirkung der Worte.

 

 

23Sep/18

Du musst loslassen!

Kinder werden groß, wollen ihr eigenes Leben führen und ihre eigenen Erfahrungen machen. Doch dies ist oft nur leicht gesagt!
Fängt das Loslassen nicht schon bei der Geburt an? Wir Mütter müssen unsere Kinder aus unserem Bauch rauslassen. Bald wollen sie in ihren Bettchen schlafen, krabbeln …. Das erste große Loslassen ist Kindergarten oder Krabbelstube. Hier werden wir das erste Mal so richtig durchgebeutelt:
„Mein Baby braucht mich den halben Tag nicht!“.

Doch es ist auch ein Bewusstwerden, wer bin ich als Person und was mache ich nun mit MIR als Frau-Mensch?

Wenn man mehrere Kinder hat, dauert dieses Bewusstwerden etwas länger.
Wenn dann das Kind mit der Schule fertig ist und beginnt in die Arbeitswelt einzutreten, spätestens da muss man auslassen.
Kinder müssen fliegen, damit sie wiederkommen können. Das ist das natürliche Abnabeln.
Wir Mamas müssen uns dann etwas Anderes suchen. Hier fangen viele Frauen erst an, sich wirklich kennenzulernen.

Die berühmten Fragen: „Was mag ich wirklich? Was macht mir wirklich Freude?“
Sichtbar wird das oft zuerst im Job, man fühlt sich in der Arbeit nicht mehr wohl, denn in Wirklichkeit machte man diese Arbeit nur wegen der Familie (Arbeitszeit, Lohn…)

Meine Empfehlungen dazu:

  • Schreibe dir in ein kleines Büchlein, was du vor den Kindern gern gemacht hast. Führ für einige Zeit ein Tagebuch. Schreib hinein, was dir besonders Freude gemacht hat am Tag, was gut war.
  • Hör in dich hinein, was dich wirklich interessiert, was du gerne machst. Bei welcher Tätigkeit verlierst du dein Zeitgefühl?
  • Geh zu Vorträgen, in Ausstellungen, unternimm einmal etwas ganz anderes?
  • Um etwas Neues zu lernen, ist es nie zu spät!
  • NLP ist ein Werkzeugkasten, um sich wundervoll selbst, aber auch andere, kennenzulernen.

 Auch mit 40 Jahren oder 50 Jahren ist es fein, einen Job zu machen, der einem Spaß macht, an dem man Freude hat. Denn nur, wenn man als Mutter glücklich ist mit sich und dem, was man tut, schafft man es, auszulassen und den Kindern zu vertrauen, dass sie ihr Leben meistern.

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, arbeiten gehen, gilt es loszulassen und auf das zu vertrauen, was man ihnen beigebracht Hat. Kinder dürfen auch ihre Erfahrungen machen genauso wie wir. Als Mama und Papa sind wir, auch wenn sie groß und alt sind, immer da. Aber wie gesagt, wir müssen unsere Kinder fliegen lassen, damit sie nach Hause kommen können. Überbesorgte Mamas oder Papas schrecken nur ab.

Man kann nur loslassen, wenn man etwas Anderes hat, das man gern hat.

Freu mich von euch zu hören oder zu lesen.

25Jun/18

Wir wollen doch alle nur unsere Bedürfnisse pflegen? Oder?

JA
1 .)„Ich mache das doch nur, weil ich sie/ihn liebe.“
2.)„Ich wünsche mir nichts mehr, als dass es ihr/ihm gut geht.“

3.)Oder etwas egoistischer: „Das steht mir zu!“
4.)„
Sie/er muss sich verändern, sonst verlasse ich sie / ihn.“
5.)„Ich halte
sie/ihn nicht aus, immer das Gleiche“

6.)…………………………………………………………………………..

All das höre ich immer wieder.
Aber wer sagt denn, dass mein/e Herzallerliebste/r das tatsächlich will, braucht oder mag? In den seltensten Fällen ist es so, dass unser Handeln mit solchen Grundaussagen wirklich ein Liebesdienst ist. Wir glauben, dass unser Partner für solch ein Handeln dankbar ist, das will oder es sonst nicht geht – oder wir wollen, dass es so ist. Wenn wir tief in uns hinein hören, entdecken wir allerdings, dass sich ein ungelöstes negatives Erlebnis unserer Vergangenheit zu einem gegenwärtigen Problem entwickelt hat. Wir projizieren unsere eigenen Vorstellungen aus einer Angst heraus auf unseren Partner. Dadurch soll sich das Erlebte nicht wiederholen. Wir halten an unseren Vorstellungen fest und laufen eigenen Bildern nach.

Beispiel: Frau, 45 Jahre, 1 Kind und Patchwork-Familie: Mein Partner muss sich ändern, sonst gehe ich. Nie redet er mit mir, wenn er ein Problem hat. Nie…“
Nach einer Systemischen Beratung – sie war in der Mutter-Rolle und einer WingwaveSitzung wurde ihr klar, dass sie ein Kindheitstrauma hat. Ihre Mutter bestrafte sie immer wieder mit Nicht-Beachtung. Sie wurde tagelang von ihr wie Luft behandelt. Ihr eigener Mann konnte mit ihr nicht über die Probleme, die ihn persönlich betrafen, gleich sprechen ihm musste die Problematik der Situation erst selbst bewusst werden. Er musste zunächst für sich selbst darüber schlafen. Auch wollte er erst eine eigene Lösung finden, um seine Frau nicht zu belasten. Das hat er ihr dann, nachdem sie ihre Blockade losgelassen hat, gesagt.
Ist das nicht schön? Er wollte sie beschützen, aber durch ihr Trauma nahm sie es ganz anders war. Für sie war es ein Ausschließen, ein Nicht-Wahrnehmen und Ignorieren.

Anderes Beispiel: Mann, 38 Jahre: „Ich mache das, damit es ihr gut geht.“ Sie soll zuhause bleiben, bei unserem Kind (9 Jahre). Sie aber möchte 15Std arbeiten gehen. Sie sagt, wir brauchen ja das Geld. Aber in Wirklichkeit möchte sie unter Menschen eine Abwechslung zu Kind und Mann. Aber der Mann war ja bei mir in der Sitzung Nach einer Rückführung in die Kindheit wurde ihm klar, dass seine Mutter alleine war mit zwei Kindern und dem spielsüchtigen Vater. Die Mutter ging 50 Std arbeiten und hat den ganzen Haushalt alleine gemacht. Dem Mann wurde dadurch bewusst, dass die Mutter total überfordert war und keine Zeit oder auch keine Lust auf den Vater hatte, der er immer das ganze Geld verspielte und nächtelang weg war. Als dem Mann dies bewusst wurde, verstand er seine Frau. Von da an war es für ihn eine Erleichterung, dass sie arbeiten ging – er freute sich für sie.

Meist stehen hinter unseren Ausweich-Strategien Blockaden aus früheren Traumata. Zunächst können wir uns einreden, dass unser Handeln zum Wohl unseres Partners ist, doch meist sind es ungelöste Probleme unserer Kindheit. Aus den daraus entstandenen Ängsten entstehen falsche Glaubenssätze und eine Angst, der wir uns nicht stellen wollen.
Doch hinterfragen Sie diese Glaubenssätze: Sind sie wahr? Wer sagt das? Woher kommt diese Annahme? Was steht dahinter? Denn wir alle wollen ja diesen negativen Gefühlen, die dahinter steht stehen, ausweichen.
Würde mich freuen
, wenn ihr mir eure Meinung schreibt.

Eure Heidi Schwaiger-Färber