12767987_1118806311476352_2120880712_o Familienaufstellung – konkrete Erlebnisse:
 Eine junge Frau (21) hatte immer wieder das Gefühl, fehl am Platz zu
 sein und war dann sehr traurig. Sie konnte sich nicht erklären warum? Es kam und ging seit ihrer Kindheit und es belastete sie sehr. In der Familien-Aufstellung stellte sich heraus, dass sie noch ein  ungeborenes Geschwisterchen hatte, das die Mutter abtreiben ließ und der Vater davon nichts wusste.
Den Schmerz über diesen Verlust und das negative Geheimnis trug die Tochter. Sie trug für die Mutter die Traurigkeit über den Tod ihres
Kindes, weil die Mutter hatte die Trauer nie gelebt, denn Sie hielt die  Abtreibung immer geheim.

Auch trug die Tochter ihr ungeborenes Geschwisterchen. Das ungeborene
 Geschwisterchen erlitt durch die Abtreibung sehr viel Schmerz. Genau diesen Schmerz trug die Tochter weiter. Sie trug weiter „nicht gesehen zu werden“. Sie trug weiter „keinen Platz zu haben“. Sie trug weiter  „keinen Zugang zum Vater zu haben“, denn die Mutter verheimlichte es dem Vater. Sie trug weiter „den falschen Platz im System zu haben“, denn sie war ja kein Einzelkind.

Gleichzeitig trug sie die Gefühle des Vaters weiter „deine Mutter
vertraut mir nicht“ und „ich bin unwürdig Vater zu sein“.
Dazu muss man ergänzen, dass die Eltern mittlerweile geschieden waren, denn jede Abtreibung ist ein Nein zur Beziehung.
Durch diese Verwirrung konnte die Tochter ihren Platz im System nicht
 einnehmen und erlebte dadurch immer wieder diese verwirrenden Gefühle:
Das Gefühl der Traurigkeit und nicht dazuzugehören. Dazu sagt man auch sie habe keine Wurzeln.
Nach der Familien-Aufstellung geschah zuerst einmal zwei Monate nichts.
Dann fasste die Tochter den Mut und erzählte der Mutter von der
 Familienaufstellung. Die Mutter war erst schockiert, dass die Tochter es  wusste, doch danach waren alle beide sehr erleichtert. Auch dem Vater wurde erzählt, dass es noch ein Kind gab.
 Man kann sagen, dass jetzt, 5 Jahre danach, die Tochter nie mehr diese negativen Gefühle hatte.
 Dunkle Geheimnisse sind in Familien wie böse Parasiten. Sie zerstören ganz langsam die Beziehungen und über Generationen dann die Menschen.

 Der Spruch „Die Wahrheit heilt“ bestätigt sich immer wieder.
 Ich erlebe immer wieder, wenn ein Kind in der Familie fehlt (durch
 Abtreibung, Tod oder wie auch immer) ist in der Familie ein riesiges,
 schwarzes Loch, das ganz langsam alles in sich hineinzieht. Wer in dem Loch ist, erkennt nicht mehr warum, wieso, …. es ihm so geht. Hier kann die Familien-Aufstellung sehr hilfreich sein, sichtbar werden zu lassen, was verborgen ist.

 Solche Geheimnisse wirken sich meist erst 2-3 Generationen später aus.
Die Familien-Aufstellung ist nur ein Werkzeug, um mit sich zu arbeiten,
 Lösungen für sich zu finden.

Eure Heidemarie Schwaiger-Färber auch Familien-Aufstellerin

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