Familienaufstellung und der erste und zweite Weltkrieg
Keine Familienaufstellung gleicht der anderen.
Ich reflektiere meine Arbeit regelmäßig und setze mich dabei intensiv mit der Frage auseinander, wie familiäres Leid entstehen und sich über Generationen hinweg fortsetzen kann.
Die Schicksale der beteiligten Familien berühren mich sehr, zugleich ist es mir ein Anliegen, eine professionelle und empathische Haltung zu wahren.
Eine kontinuierliche innere Reflexion ist dabei eine wesentliche Voraussetzung für qualitativ gute und verantwortungsvolle Arbeit.
In diesem Video thematisiere ich, wie sich die Erfahrungen des Ersten und Zweiten Weltkriegs bis heute in Familiensystemen zeigen können.
Warum glauben viele Familienaufstellung….. ist zu gefährlich!
Das kann ich nicht machen, was man da hört…….
Die Angst eine Familienaufstellung zu machen, ist kein guter Ratgeber.
Bei einer Aufstellung zeigt sich das Energiesystem der jeweiligen Person.
Man sieht, wie die Menschen im Moment zueinander stehen, welche Verstrickungen und Gefühle vorherrschen, man sieht die verborgenen Dynamiken.
Das kann manchmal sehr verwirrend sein, denn man sucht sich ja Darsteller aus und natürlich nimmt man sich Personen, bei denen einem das Gefühl sagt: „Ja, der/die ist so wie ich“ oder „wie diese Person“, die er/sie darstellen soll.
Da kommt das Spiegelgesetz zur Geltung, die Person spiegelt dann genau das momentane Problem.
Also steht nun diese Person im Morphogenetischen Feld und fühlt genau das Problem z.B. schwere Füße, dadurch weiß der Aufsteller, dass diese Person ein Problem mit den Wurzeln/Ahnen hat.
Was kann jetzt Schlimmes geschehen?
1.) Die aufstellende Person will das, was sie sieht, nicht akzeptieren, das Ego ist zu groß – danach geht es der aufstellenden Person schlecht.
Einfaches Mittel: sofort den Aufstellungsleiter/mich anrufen.
Oder lange genug verdrängen, was aber zur Folge hat, dass diese ungelösten Probleme wie Leichen in eigenen Keller liegen.
Ich würde empfehlen demütig hinzuschauen und annehmen. Wenn nötig noch eine Sitzung machen.
2.) Dahinter verbirgt sich noch ein größeres Thema, das durch die Aufstellung erst sichtbar wurde.
Leider kommen dann gerne ganz private, ungelöste Erlebnisse aus der Kindheit zum Vorschein.
Aber auch hier gilt: Wenn man eine Aufstellung macht, muss man zum Aufstellungsleiter großes Vertrauen haben und dann wirklich all seine Themen, Probleme besprechen, damit gute Strategien endwickelt werden, um diese für immer zu lösen.
3.) Auch als Darsteller oder Zuseher können versteckte Erinnerungen geweckt werden. Das kann natürlich auch geschehen, wenn man einen Film anschaut.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich einen Film sah, in dem jemand ertrank. Ich konnte wochenlang nicht schlafen. Nach einer Therapiesitzung wurde mir dann bewusst, dass ich als Kind selbst fast ertrunken wäre. Durch das Ansehen des Filmes wurden meine Erinnerungen/Anker ausgelöst. Doch das kann immer und überall geschehen.
4.) Familienaufstellung war zu diesem Zeitpunkt das falsche Tool zu dem Thema. Darum ist ein gutes Vorgespräch vor einer Familienaufstellung unerlässlich. Gewisse Themen bzw. Probleme sind vielschichtig wie eine Zwiebel, eine Schichte nach der anderen Schichte. Aber mit etwas Hartnäckigkeit kann man alles lösen und Harmonie und Freude in sein Leben bringen.
Vor 15 Jahren habe ich meine erste Ausbildung zur Familienstellerin bei Jasmin Schober-Howorka gemacht. Ich weiß noch, damals hatte die Ausbildung noch ein Jahr gedauert. Monatlich ein Wochenende und unter der Woche waren Aufstellungen usw. Es war eine spannende Zeit. In dem Jahr hatte auch nichts Anderes Platz, nur „was ist dahinter“, „was gibt es noch“.
Danke, liebe Jasmin, du hast mich auf den Weg gebracht, hast mir geholfen, meine Schatten zu besiegen und Ordnung in mein System zu bringen. Ich glaube Wissen, Erfahrung und Intuition sind der Schlüssel zur guten Aufstellungsleiterin.
Eure Heidemarie Schwaiger-Färber, Aufstellungsleiterin
Nach einer Familienstellung alles zerreden!
Familienstellen
„wirkt nicht und das habe ich mit allen besprochen“.
Ich war bei einer Aufstellung, die Lösungen waren super, haben mir wirklich gut getan, hätten mir gut gefallen… aber nichts ist wirklich geschehen! Ich bin nach Hause, habe mit meinen ……. gesprochen, diskutiert, dann gleich noch mit ……. Sie haben ja Recht, es könnte ja auch ganz anders sein, aber es hat nichts gebracht.
Was ist geschehen???????
ZERREDET, ganz einfach, man hat es ZERREDET
Im Morphogenetischen Feld, das in der Aufstellung entsteht, entstehen Lösungen.
Es wurde fixiert und fest gemacht im Energiefeld, im Energiefeld, wo nun alles in Lösungen gehen KANN-SOLL, wenn man es wirken lässt. Das heißt: es einfach in Ruhe lassen, am besten eine Woche bis zwei nicht darüber sprechen!
Mit dem Aufstellungsleiter – mit mir – kann man schon darüber sprechen, aber es ist gut, wenn man einfach darüber schläft, sich seine eigenen Gedanken dazu macht. Durch das Reden mit anderen Personen kommen Fremdenergien in das Morphogenetische Feld, in dem ja der Aufsteller steht, die dann alles zunichtemachen, denn die anderen Personen waren ja nicht dabei, haben verschiedene Ansichten und dazu vielleicht auch ihre Probleme damit. Sie bringen dann ihre eigenen Energien ein und alles wird zunichtegemacht!
DIe Energien werden zerrissen!
Es wirken lassen, ist eine der wichtigsten Regeln nach der Aufstellung!
Leider ist das einer der häufigsten Gründe, warum eine Aufstellung nicht wirkt.
Schwiegermütter/Schwiegerväter, Schwiegertöchter, Schwiegersöhne
Teil 1 von 3
Das „Schwiegermonster“ (ich bin auch eines), die liebe Schwiegermutter
Wenn die Kinder flügge werden, einen neuen Partner bekommen, sich alles
verändert (und das kann manchmal sehr schnell gehen), wird oft alles auf den Kopf gestellt. Als Schw
iegermutter ist jetzt auf einmal alles anders.
Der Sohn/die Tochter ist schwer verliebt und nur mehr der Schatz macht alles richtig, Dinge, Rituale – alles soll sich verändern.
Vielleicht hat man früher regelmäßig zusammen gegessen, Dinge zusammen gemacht, gemeinsam etwas unternommen.
Vielleicht will das verliebte Pärchen das jetzt nicht mehr oder anders.
Vielleicht will das Pärchen jetzt andere Rituale oder alles verändern …..
Vielleicht ist der/die Partner/Partnerin ganz anders als die
Schwiegermutter sich das vorgestellt hat oder vielleicht ist er oder sie
viel zu früh da, aber auch zu spät.
Vielleicht ist der oder die zu hässlich, zu hübsch usw.….
Nach außen kann es viele Gründe geben, doch in Wirklichkeit ist es nur einer:
Die Schwiegermutter (der Schwiegervater) will sich nicht verändern.
Das kann viele Ursachen haben:
·Sohn/Tochter ist in der Partner-Rolle (Schwiegermutter/Schwiegervater hat keinen Partner oder Kind ist in dessen Rolle gerutscht)
·Man möchte, dass das Kind all das macht, was man sich selbst verwehrt hat – Partner, Beruf, Freizeitgestaltung
·Man hat nicht Losgelassen, sieht das Kind noch als Kleinkind oder Jugendlichen.
·Karmische Verbindungen, die das verhindern (Vorleben)
·Systemisch falscher Platz (Großeltern, Bruder ….)
·
Doch, was gibt es Schöneres, als eine Familie, die wächst, wenn noch ein Kind dazu kommt.
Aber alles braucht seine Zeit
·sich kennen lernen
·sich vertrauen lernen
·sich an einander gewöhnen, akzeptieren und lieben lernen
Wenn nun das Schwiegermutter/Schwiegervater-Kinder-Problem besteht und
man es einfach nicht schafft, sich auf die neue Situation einzulassen, damit etwas Gutes, Neues entstehen darf oder die alte, negative
Situation sich nicht verbessern lässt, was kann man selbst tun?
Mal ehrlich zu sich selbst sein und schauen:
1.Behandle ich mein Kind wie meinen Partner/meine Partnerin?
2.Darf mein Kind ein eigenes Leben führen oder muss mein Kind über alles Rechenschaft ablegen?
3.Wie alt ist mein Kind in meinen Augen? 15 Jahre? Gggggg (Leider ist
das oft der Fall -vor allem bei Söhnen, denn das ist ja auch für den
Sohn bequem, Wäsche waschen, kochen etc. – warum nicht, wenn die Mama das macht)
4.Möchte ich, dass es mein Kind besser hat als ich, darum soll er/sie das machen, was ich nicht konnte/durfte?
5.Bin ich vielleicht nur mehr mit meinem Partner/meiner Partnerin wegen des Kindes zusammen?
6.Habe ich vor irgendetwas große Angst/Furcht, weiß aber nicht warum?
7.„Spür nix, merk nix“ nur die Situation ist schlimm!
Punkt 1-5 kann ich oft nur durchs Verstehen lösen:
Mediationen z.B. Meditaionen oder Robert Betz …. können gut helfen,
auch Klopf-Übungen helfen bei der Lösung.
Sollte das alles nicht helfen, rufen Sie mich bitte an!
Für 6 +7 brauchen Sie sicher Hilfe, ich bin gerne für Sie da
Übertragene Gefühle
Familienaufstellung – konkrete Erlebnisse:
Eine junge Frau (21) hatte immer wieder das Gefühl, fehl am Platz zu sein und war dann sehr traurig.
Sie konnte sich nicht erklären warum?
Es kam und ging seit ihrer Kindheit und es belastete sie sehr. In der Familien-Aufstellung stellte sich heraus, dass sie noch ein ungeborenes Geschwisterchen hatte, das die Mutter abtreiben ließ und der Vater davon nichts wusste.
Den Schmerz über diesen Verlust und das negative Geheimnis trug die Tochter. Sie trug für die Mutter die Traurigkeit über den Tod ihres
Kindes, weil die Mutter hatte die Trauer nie gelebt, denn Sie hielt die Abtreibung immer geheim.
Auch trug die Tochter ihr ungeborenes Geschwisterchen. Das ungeborene
Geschwisterchen erlitt durch die Abtreibung sehr viel Schmerz.
Genau diesen Schmerz trug die Tochter weiter.
Sie trug weiter „nicht gesehen zu werden“. Sie trug weiter „keinen Platz zu haben“. Sie trug weiter „keinen Zugang zum Vater zu haben“, denn die Mutter verheimlichte es dem Vater. Sie trug weiter „den falschen Platz im System zu haben“, denn sie war ja kein Einzelkind.
Gleichzeitig trug sie die Gefühle des Vaters weiter „deine Mutter
vertraut mir nicht“ und „ich bin unwürdig Vater zu sein“.
Dazu muss man ergänzen, dass die Eltern mittlerweile geschieden waren, denn jede Abtreibung ist ein Nein zur Beziehung.
Durch diese Verwirrung konnte die Tochter ihren Platz im System nicht
einnehmen und erlebte dadurch immer wieder diese verwirrenden Gefühle:
Das Gefühl der Traurigkeit und nicht dazuzugehören. Dazu sagt man auch sie habe keine Wurzeln.
Nach der Familien-Aufstellung geschah zuerst einmal zwei Monate nichts.
Dann fasste die Tochter den Mut und erzählte der Mutter von der
Familienaufstellung. Die Mutter war erst schockiert, dass die Tochter es wusste, doch danach waren alle beide sehr erleichtert. Auch dem Vater wurde erzählt, dass es noch ein Kind gab.
Man kann sagen, dass jetzt, 5 Jahre danach, die Tochter nie mehr diese negativen Gefühle hatte.
Dunkle Geheimnisse sind in Familien wie böse Parasiten. Sie zerstören ganz langsam die Beziehungen und über Generationen dann die Menschen.
Der Spruch „Die Wahrheit heilt“ bestätigt sich immer wieder.
Ich erlebe immer wieder, wenn ein Kind in der Familie fehlt (durch
Abtreibung, Tod oder wie auch immer) ist in der Familie ein riesiges,
schwarzes Loch, das ganz langsam alles in sich hineinzieht. Wer in dem Loch ist, erkennt nicht mehr warum, wieso, …. es ihm so geht. Hier kann die Familien-Aufstellung sehr hilfreich sein, sichtbar werden zu lassen, was verborgen ist.
Solche Geheimnisse wirken sich meist erst 2-3 Generationen später aus.
Die Familien-Aufstellung ist nur ein Werkzeug, um mit sich zu arbeiten,
Lösungen für sich zu finden.
Eure Heidemarie Schwaiger-Färber auch Familien-Aufstellerin