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10Jan/19

Gedankenkontrolle

Bist du deine Gedanken oder sind Gedanken nur Gedanken?
Aber was ist denken?
Wie soll man denn das Denken kontrollieren?
Warum sollte man denn sein Denken unter Kontrolle haben? Geht das?

 

 

Ja das geht!
Wir haben ja 5 Sinne
1.) Hören
2.) Sehen
3.) Riechen
4.) Schmecken
5.) Spüren + Tastsinn
Hier gehört dann der „Gedanken-Sinn“ dazu.
Ich denke an Menschen, die es nicht schaffen, ihre Gedanken unter Kontrolle zu halten.

„Ich kann nicht schlafen, meine Gedanken gehen mit mir spazieren“
„Ich muss immer an das denken, kann gar nichts anders machen“
„In meinem Kopf sind 100 Gedanken, ich kenne mich oft gar nicht aus“
„In der Früh stehe ich auf und dann geht es los, was ich alles zu tun habe. Bis am Abend habe ich immer Kopf weh…“

Heute ist es leider weit verbreitet, dass die Gedanken sich verselbständigen.

Dazu fällt mir immer der Spruch ein, was sind Gedanken?

Wenn du denkst, dass du denkst, denkst du nicht, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken

Ist es möglich zu lernen, seine Gedanken zu kontrollieren? Ich bin kein Arzt doch fangen nicht viele Probleme klein an?

In vielen Lehren wird den Gedanken große Aufmerksamkeit geschenkt. Im Asiatischen oder im Orient ist es ganz normal, dass Kinder von klein an geschult werden, ihre Gedanken zu kontrollieren.
Yoga, Meditationen, Karate, Judo ……..

Auch wir hier in Europa hatten Ähnliches, doch das Moderne hat es verdrängt und nun ist ein Loch entstanden.
Sonntags still in der Kirche sitzen und beten. Es war doch nicht nur das Beten, sondern auch ruhig zu sitzen zuzuhören, sich dem Gefühl der Gemeinschaft zu verbinden, zu singen und zu atmen.
Atem ist Leben, Atem reichert Sauerstoff in der Lunge an.
Durch das richtige Atmen beim Singen, werden schon nach kurzer Zeit Glückgefühle ausgeschüttet. Schwedische Forscher haben das sogar bewiesen. Auch kann man dies sofort und jederzeit, wenn man das Gerät zur Herzfrequenzvariabilätsmessung hat (dazu gibt es kleine Geräte), messen.
Wo man singt, da lass dich nieder. Singen senkt Depressionen, steigert Konzentration
Singen ist auch eine Form von Gedankenkontrolle, sich bewusst auf den Text konzentrieren, auf die Töne …es macht den Kopf frei, innerlich ruhig und nach ein paar Liedern werden Glückshormone ausgeschüttet.
„Ich kann nicht singen“ ist nur eine Ausrede. Jeder kann singen, der eine Stimme hat. Ums Können geht es nicht, sondern ums Tun.
Ich singe immer im Auto – laut, falsch und mit Begeisterung. An Ampeln bin ich still ggg so nach 20 min geht es mir voll gut!
Probiert es aus! Mit der Zeit wird man dann immer besser. Heute traue ich mich auch schon in Kirchen laut singen.

Abends Kindern Geschichten vor dem Einschlafen erzählen. Ruhig dazuliegen, auf die Stimme zu achten und der Fantasie freien Lauf zu lassen, das sind erste Hypnosen, bewusst sich führen lassen, auf die Stimme der Eltern hören und ihnen vertrauen. Die Botschaften, die durch die Geschichten vermittelt werden, sind lebendiges Lernen von Anfang an. Kinder lieben es und sind immer mit der ganzen Fantasie dabei. Sie tauchen quasi mit den Eltern in der Fantasiewelt ab.

Mit den Kindern spazieren oder wandern gehen. Die Umgebung erforschen …sehen…lauschen…fühlen…riechen… schmecken…Oder zusammen musizieren.
Lernen allein zu spielen, mit sich alleine glücklich zu sein.
Von klein an zu lernen, sich selbst zu beschäftigen, dazu gehören keine Medien.

Die Moderne hat in ihrer Hektik des Alltags vergessen, dass Kinder von ganz klein an lernen müssen, sich selbst auszuhalten, sich selbst zuzuhören, mit sich glücklich zu sein.

Jede Art von Meditationen oder Hypnosen, Trancen sind auch ein Weg, seinen Gedanken zu kontrollieren.
Viele Mönche/ Priester lernen und üben Jahrzehnte, ihre Gedanken zu kontrollieren.
Einfach nur sein, ohne Gedanken. Ich finde das voll super, genial.
Es zu erleben, nichts zu denken, nur sein, quasi in die Luft schauen, das ist so erholsam, einfach schön. Ruhe nichts als Ruhe.

Übung

Stoppschild

Für das erste Mal nimm dir Zeit und präge dir ein Stoppschild ein, setzte dich davor, versuche ruhig zu werden und nicht zu denken außer Stopp, nur du und das Stoppschild. So lange, bis du ein gutes Gefühl hast.
Dann, jedes Mal, wenn du merkst, dass deine Gedanken wieder spazieren gehen, erinnere dich an das Stoppschild, sage es dir auch innerlich „Stopp“ und zwar so lange, bis du die Ruhe in dir wieder spürst.

In der ersten Zeit kann natürlich sein, dass du 1000 x am Tag Stopp sagst, doch mit der Zeit werden die Abstände grösser und grösser. Wenn du geübt bist, musst du nur kurz an das Schild denken und schon bist du ruhig.

Singen wie oben schon beschrieben

Oder Zuhause, oder im Chor, Verein ….

Power Relax http://www.powerrelax.at/

Das sind Mediationen am Handy, die Stress über die Ohren entkoppeln. Geniale Tools

Natürlich Sport –Laufen zum Beispiel
Überall, wo man aus der Puste kommt, bewegt man sich und hört auf, über Sorgen nachzudenken.

https://www.lebenslangeslernen.net/10432-gluecksgefuehle-singen-ist-gut-fuer-koerper-und-seele.html https://de.wikipedia.org/wiki/Herzfrequenzvariabilit%C3%A4t

 

29Nov/18

Warum soll ich mich Bewegen?

Letztens im Fitnessstudio war ich so richtig sauer, richtig böse auf einen lieben Menschen. All meine Energie ließ ich an den Geräten aus, powerte mich so richtig aus, blieb aber immer mit den Gedanken bei dem Thema, das mich so ärgerte.

Nach etwa 60 Minuten hatte ich die Erleuchtung, kam dahinter, was mich wirklich nervte, warum mich das so aufregte.
Wie üblich war es wieder eine negative Erfahrung aus meinem Leben, wo ich nicht handeln konnte. Nun im Studio überlegte ich mir, nachdem ich meinen Ärger losgeworden war, eine Strategie wie ich dieses Mal anders, aber doch wertschätzend handeln konnte. Danach klärte ich ohne große Aufregung mit der Person das Problem.

Habt ihr gewusst, dass ganz viele schlaue Köpfe, ob Darwin, Einstein, Holms… sich bewegten, wenn sie denken mussten oder Probleme versuchten zu lösen.
Zurzeit lese und arbeite ich mit dem Buch von Robert Dilts „NLP 2-die neue Generation“. Der Satz daraus:
„Geist ist Bewegung und Weisheit und Intelligenz gehen aus dieser Bewegungsqualität heraus.“

Ja, so ist es. Ich kann jedem nur empfehlen, probiert es aus. Wenn ihr Sorgen habt oder ihr müsst über etwas nachdenken, bewegt euch hinein.
Nehmt euch die Zeit und ihr werdet sehen, dass viele Sorgen und Gedanken sich super auflösen, man eine Lösung findet. Wenn man sitzt und grübelt, werden oft aus Kleinigkeiten Berge, Berge von Problemen. Der Geist gehört bewegt, von einer anderen Seite betrachtet. Viele unserer Problemverhalten beruhen auch auf dem Verhalten, dass wir immer gleiche Bewegungsabläufe haben. Das speichert unser Körper und wenn dann eine Situation auftaucht, die daran erinnert, verfallen wir soft in das Muster und spüren die alten negativen Gefühle.

Man kann das Ganze gut umdrehen, indem man sich hinein bewegt. Natürlich sollte die Bewegung, die man macht, Spaß machen und gut tun. Boxen mit Karpaltunnelsyndrom oder Laufen mit kaputten Bandscheiben … ist Blödsinn.

Bitte, wenn ihr das macht, achtet auf euren Körper und macht euch damit nicht kaputt. Wenn ich nun ein Sitzer, ein Couchkönig bin und anfange, mich zu bewegen, sind Spaziergänge alleine, ohne dass ich mit jemandem rede, ideal, nur ich und meine Gedanken. Schritt für Schritt raus aus meinen alten Mustern.

Mein Mann und ich lieben das Wandern. In der schönen Jahreszeit sind wir viel unterwegs. So ein Tag am Berg ist für mich wie Urlaub, danach bin ich innerlich ruhig und fühle mich fit und entspannt.
Natürlich habe ich ein Raster des Denkens in mir, um den Mustern auf die Spur zu kommen.
Übung:

  • Lass durch Bewegung die Wut oder den Ärger raus. Bewege dich ganz bewusst in den Ärger hinein. Zum Beispiel geh am Laufband oder in der Natur so schnell, dass du zu schwitzen anfängst, der Puls muss rauf. Denk die ganze Zeit an das, was dich ärgert, nicht verdrängen, sondern ganz bewusst kommen lassen.
    Hier darf man nicht aufhören, das gehört dann unbedingt abgegangen, gelaufen, bewegt. Das kann auch schon mal bis zu 2 Stunden dauern. Danach hat man aber einen klaren Gedanken und kann das Problem nüchtern betrachten. Mit Wut im Bauch ist das unmöglich.
  • Was für ein negatives Gefühl spüre ich wirklich in mir?
    Zum Beispiel: Demütigung, Ablehnung, Einsamkeit, Missachtung, Trauer …….
  • Dann frag dich: Woher kenne ich diese Situation?
    Erinnert mich die Situation an vergangene Erlebnisse?
    Wann habe ich das schon erlebt? 
  • Wo begann all das?
    Such den Anfang! 
  • Solltest du dann wieder Wut oder Ärger spüren, musst du dich wieder hinein bewegen, bis du wieder klar denken kannst.
     
  •  Danach frag dich, wie könntest du jetzt anders handeln oder wie würde jemand, den du wertschätzt, in einer solchen Situation handeln?
    Man kann von Vorbildern gut kopieren, lernen, sie nachmachen.
    Im NLP sagt man dazu Modellieren.
    Es sind ja nur unsere Gedanken, die feststecken.

Nach der Bewegung zum Stress rauslassen, kann man auch beschließen: „Ich ärgere mich nicht mehr, das lasse ich dort. Ich schaue auf mich und Punkt.“ So wie es halt in der Situation passt.
 

Gerne könnt ihr mir schreiben, vielleicht auch wie ihr mit Stress und Ärger umgeht.
Eure Heidi Schwaiger