Mein Selbstwert 1Teil
„Ich kämpfe mit meinem Selbstwert, mein Selbstwert ist zu gering, ich habe keinen Selbstwert,
ich glaube mein Problem liegt daran, dass ich keinen Selbstwert habe…“, sagen mir immer wieder Kundinnen.
Es stimmt, mit einem guten Selbstwert gibt es bestimmte Probleme gar nicht.
Man lässt nicht über seine Grenzen gehen, weiß was man wert ist und zeigt klar seinen Wert auf.
Aber wo und wie entsteht ein gesunder Selbstwert?
Ich sage das Allerwichtigste ist die Prägungsperiode mit 0-7Jahren.
Hier wird unser Selbstwert geprägt. Von 0-3 Jahren kann ein Baby noch nicht unterscheiden zwischen Ich und du.
Nach der Geburt ist es gar total verbunden mit seiner Mutter. Gut sichtbar wird dies, wenn die Mama nervös ist, dann ist es das Baby auch.
Der/Die Kleine schreit ewig, ist unruhig … in Wirklichkeit hat die Mutter ein Problem.
Löst sich das Problem der Mutter, wird der Säugling ruhig.
Entspanntes Baby – entspannte Mama.
Lehnt sich die Mutter ab, findet sich hässlich, eben nicht wertvoll, so übernimmt das Baby dieses Grundgefühl.
Wenn sich dann die totale Verbundenheit löst und das Zwergerl zwischen Du und Ich unterscheiden kann, beginnt das Modellieren, das Abschauen wie es Mama/Papa machen. Gehen die Eltern wertschätzend mit sich um? Oder lassen sie sich von außen unterdrücken? Macht die Mama/der Papa Dinge, die sie/er gar nicht machen will, lässt sie/er sich von außen manipulieren, was sie/ihn danach unglücklich macht? „Ich will das nicht, aber man macht das so.“ Können die Eltern nicht „Nein“ sagen?
Das Baby spürt all diese Unstimmigkeiten der Mutter/ des Vaters und daraus baut es sich jetzt seinen Selbstwert zusammen.
Wenn nun das Baby heranwächst und keiner sagt dem kleinen Wesen, wie wunderbar es ist, wie schön, wie herrlich, wie lieb, wie toll, wie einzigartig, wie gut, wie gescheit, wie … es ist
„NUR“ dass die Eltern auf ihn/sie stolz sind z.B. weil er/sie jetzt schon sitzen kann, seinen Apfel isst, mit den Händen klatscht, so lieb lächelt……
Eltern sollen nicht nur sagen, sondern auch zeigen, wie toll es ist. Dies ist unerlässlich für den Selbstwert.
Ja wie soll dann ein kleines Wesen, das wie ein unbeschriebenes Blatt Papier ist, beschrieben werden, wenn es keiner tut!
Babys müssen fühlen und hören wie einzigartig, wie wundervoll sie sind. Nicht nur Babys, sondern jeder Mensch braucht das, so lange er lebt! Doch in der Prägungsphase ist es unerlässlich zur Bildung des Selbstbewusstseins.
Was tun?
Hierzu gibt es viele Übungen.
Ich liebe dazu die Hypnose, speziell zugeschnitten auf einen bestimmten Menschen, denn das Unterbewusste weiß nicht, ob es Fantasie ist oder Realität und wenn man sich in der Fantasie vorstellt, wie wunderbar die eigene Kindheit war und man die negativen Erinnerungen gedanklich entkoppelt und umschreibt, dann kann man sich so seinen Selbstwert reparieren.
Mit Glaubenssätzen zu arbeiten, ist natürlich auch sehr wichtig.
Ich liebe mich
Ich bin wertvoll
Ich bin super, gut
Ich bin ein toller Mensch…
Diese Glaubenssätze, die man sich täglich, am besten vor dem Spiegel, morgens und abends 10 x laut vorsagen sollte, tun in ihrer Kontinuierlichkeit sehr gut. Hier passt das Sprichwort gut: „Steter Tropfen höhlt den Stein“
Mit Wing Wave lassen sich diese Glaubensätze gut im Unterbewusstsein verankern.
Ein Tagebuch führen, notieren, was ich jeden Tag gut gemacht habe, was mir toll gelungen ist.
Das Schreiben mit der Hand ist Kommunikation mit dem eigenen Unterbewussten. Sicher, am Anfang ist es ungewohnt, doch wenn man einmal damit begonnen hat, spürt man die heilende Wirkung der Worte.
Du musst loslassen!
Kinder werden groß, wollen ihr eigenes Leben führen und ihre eigenen Erfahrungen machen. Doch dies ist oft nur leicht gesagt!
Fängt das Loslassen nicht schon bei der Geburt an? Wir Mütter müssen unsere Kinder aus unserem Bauch rauslassen. Bald wollen sie in ihren Bettchen schlafen, krabbeln …. Das erste große Loslassen ist Kindergarten oder Krabbelstube. Hier werden wir das erste Mal so richtig durchgebeutelt:
„Mein Baby braucht mich den halben Tag nicht!“.
Doch es ist auch ein Bewusstwerden, wer bin ich als Person und was mache ich nun mit MIR als Frau-Mensch?
Wenn man mehrere Kinder hat, dauert dieses Bewusstwerden etwas länger.
Wenn dann das Kind mit der Schule fertig ist und beginnt in die Arbeitswelt einzutreten, spätestens da muss man auslassen.
Kinder müssen fliegen, damit sie wiederkommen können. Das ist das natürliche Abnabeln.
Wir Mamas müssen uns dann etwas Anderes suchen. Hier fangen viele Frauen erst an, sich wirklich kennenzulernen.
Die berühmten Fragen: „Was mag ich wirklich? Was macht mir wirklich Freude?“
Sichtbar wird das oft zuerst im Job, man fühlt sich in der Arbeit nicht mehr wohl, denn in Wirklichkeit machte man diese Arbeit nur wegen der Familie (Arbeitszeit, Lohn…)
Meine Empfehlungen dazu:
- Schreibe dir in ein kleines Büchlein, was du vor den Kindern gern gemacht hast. Führ für einige Zeit ein Tagebuch. Schreib hinein, was dir besonders Freude gemacht hat am Tag, was gut war.
- Hör in dich hinein, was dich wirklich interessiert, was du gerne machst. Bei welcher Tätigkeit verlierst du dein Zeitgefühl?
- Geh zu Vorträgen, in Ausstellungen, unternimm einmal etwas ganz anderes?
- Um etwas Neues zu lernen, ist es nie zu spät!
- NLP ist ein Werkzeugkasten, um sich wundervoll selbst, aber auch andere, kennenzulernen.
Auch mit 40 Jahren oder 50 Jahren ist es fein, einen Job zu machen, der einem Spaß macht, an dem man Freude hat. Denn nur, wenn man als Mutter glücklich ist mit sich und dem, was man tut, schafft man es, auszulassen und den Kindern zu vertrauen, dass sie ihr Leben meistern.
Wenn die Kinder aus dem Haus sind, arbeiten gehen, gilt es loszulassen und auf das zu vertrauen, was man ihnen beigebracht Hat. Kinder dürfen auch ihre Erfahrungen machen genauso wie wir. Als Mama und Papa sind wir, auch wenn sie groß und alt sind, immer da. Aber wie gesagt, wir müssen unsere Kinder fliegen lassen, damit sie nach Hause kommen können. Überbesorgte Mamas oder Papas schrecken nur ab.
Man kann nur loslassen, wenn man etwas Anderes hat, das man gern hat.
Freu mich von euch zu hören oder zu lesen.
Wir wollen doch alle nur unsere Bedürfnisse pflegen? Oder?
JA
1 .)„Ich mache das doch nur, weil ich sie/ihn liebe.“
2.)„Ich wünsche mir nichts mehr, als dass es ihr/ihm gut geht.“
3.)Oder etwas egoistischer: „Das steht mir zu!“
4.)„Sie/er muss sich verändern, sonst verlasse ich sie / ihn.“
5.)„Ich halte sie/ihn nicht aus, immer das Gleiche“
6.)…………………………………………………………………………..
All das höre ich immer wieder.
Aber wer sagt denn, dass mein/e Herzallerliebste/r das tatsächlich will, braucht oder mag? In den seltensten Fällen ist es so, dass unser Handeln mit solchen Grundaussagen wirklich ein Liebesdienst ist. Wir glauben, dass unser Partner für solch ein Handeln dankbar ist, das will oder es sonst nicht geht – oder wir wollen, dass es so ist. Wenn wir tief in uns hinein hören, entdecken wir allerdings, dass sich ein ungelöstes negatives Erlebnis unserer Vergangenheit zu einem gegenwärtigen Problem entwickelt hat. Wir projizieren unsere eigenen Vorstellungen aus einer Angst heraus auf unseren Partner. Dadurch soll sich das Erlebte nicht wiederholen. Wir halten an unseren Vorstellungen fest und laufen eigenen Bildern nach.
Beispiel: Frau, 45 Jahre, 1 Kind und Patchwork-Familie: „Mein Partner muss sich ändern, sonst gehe ich. Nie redet er mit mir, wenn er ein Problem hat. Nie…“
Nach einer Systemischen Beratung – sie war in der Mutter-Rolle – und einer Wingwave–Sitzung wurde ihr klar, dass sie ein Kindheitstrauma hat. Ihre Mutter bestrafte sie immer wieder mit Nicht-Beachtung. Sie wurde tagelang von ihr wie Luft behandelt. Ihr eigener Mann konnte mit ihr nicht über die Probleme, die ihn persönlich betrafen, gleich sprechen – ihm musste die Problematik der Situation erst selbst bewusst werden. Er musste zunächst für sich selbst darüber schlafen. Auch wollte er erst eine eigene Lösung finden, um seine Frau nicht zu belasten. Das hat er ihr dann, nachdem sie ihre Blockade losgelassen hat, gesagt.
Ist das nicht schön? Er wollte sie beschützen, aber durch ihr Trauma nahm sie es ganz anders war. Für sie war es ein Ausschließen, ein Nicht-Wahrnehmen und Ignorieren.
Anderes Beispiel: Mann, 38 Jahre: „Ich mache das, damit es ihr gut geht.“ Sie soll zuhause bleiben, bei unserem Kind (9 Jahre). Sie aber möchte 15Std arbeiten gehen. Sie sagt, wir brauchen ja das Geld. Aber in Wirklichkeit möchte sie unter Menschen eine Abwechslung zu Kind und Mann. Aber der Mann war ja bei mir in der Sitzung – Nach einer Rückführung in die Kindheit wurde ihm klar, dass seine Mutter alleine war mit zwei Kindern und dem spielsüchtigen Vater. Die Mutter ging 50 Std arbeiten und hat den ganzen Haushalt alleine gemacht. Dem Mann wurde dadurch bewusst, dass die Mutter total überfordert war und keine Zeit oder auch keine Lust auf den Vater hatte, der er immer das ganze Geld verspielte und nächtelang weg war. Als dem Mann dies bewusst wurde, verstand er seine Frau. Von da an war es für ihn eine Erleichterung, dass sie arbeiten ging – er freute sich für sie.
Meist stehen hinter unseren Ausweich-Strategien Blockaden aus früheren Traumata. Zunächst können wir uns einreden, dass unser Handeln zum Wohl unseres Partners ist, doch meist sind es ungelöste Probleme unserer Kindheit. Aus den daraus entstandenen Ängsten entstehen falsche Glaubenssätze und eine Angst, der wir uns nicht stellen wollen.
Doch hinterfragen Sie diese Glaubenssätze: Sind sie wahr? Wer sagt das? Woher kommt diese Annahme? Was steht dahinter? Denn wir alle wollen ja diesen negativen Gefühlen, die dahinter steht stehen, ausweichen.
Würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung schreibt.
Eure Heidi Schwaiger-Färber
Falscher Platz im System?!
Ich verstehe meinen Mann/meine Frau nicht!
Ich verstehe mein Kind nicht…
In Familienaufstellungen sieht man immer wieder, dass ganz oft die Ursache der Missverständnisse der falsche Platz im System ist.
Beispiel:
Frau versteht nicht, warum der Mann nie Geld hat – Betonung nie! Er zahle ja nur den Kredit und das Auto! In einer Aufstellung kommt dann heraus, dass die Frau in der Rolle des Kindes stand –sie quasi die Energie des Kindes hatte und dadurch nicht sehen konnte, dass der Mann auch regelmäßig einkaufen ging oder alle großen Anschaffungen machte. Beide konnten durch diesen blinden Fleck nicht sehen, dass die Rechnung, die sie aufstellten, so nie funktionieren konnte.
Die Frau wollte einen Vater, der seine Tochter beschützt und ihr alles bietet, was sie braucht und es keine Sorgen wegen Geld gibt. „Papa, bitte versorge mich.“
Gleichzeitig aber war der Mann noch immer von seiner ersten Liebe blockiert.
Er: „Das, was ich gebe, muss reichen, darüber brauchen wir gar nicht sprechen“
Als es für beide sichtbar wurde und gelöst werden durfte, wurden beiden binnen einer Woche ihre Fehler in ihren Rechnungen bewusst und, oh welch ein Wunder, Gespräche kehrten in die Beziehung ein. Ich sah das Paar dann noch einmal zu einem Systemischen Gespräch. Die Beziehung bekam dann eine neue Tiefe, die endlich von der Liebe am rechten Platz getragen wurde.
Zweites Beispiel:
Tochter, 12 Jahre alt, glaubt, sie sei erwachsen, schreit mit allen, weiß alles besser, ist aggressiv. Die Mutter war schon sehr verzweifelt, egal was sie sagte, das Töchterchen hörte nicht. Schulisch wurde die Tochter auch rapide schlechter … Früher war sie ja so lieb und brav!
In der Aufstellung zeigte sich, dass die Tochter am falschen Platz stand. Sie war in der Rolle der Mutter, die Mutter war dadurch die Rivalin, die natürlich unbewusst vertrieben gehörte. Der Vater musste ja bestraft werden, wenn er mit der Rivalin zusammen war.
In der Aufstellung gelang es, dieses Durcheinander zu lösen. Die Tochter wusste nichts von der Aufstellung, nur der Vater, also beide Eltern waren da. Auch war noch im System der Mutter stark verankert, dass Frauen nichts lernen dürfen und sowieso Hausfrauen und Mütter sind.
Ca. drei Wochen danach pendelte sich das Schulproblem ein. Auch war die Tochter danach nicht mehr so aggressiv. Mit der Mutter hatte ich dann noch drei Sitzungen, in denen wir systemisch Strategien und Lösungen erarbeiteten. Danach war die Pubertät der Tochter angenehm. Heute ist diese schon eine erwachsene Frau und hat einen tollen Beruf erlernt (super Studium – Frau Doktor).
Drittes Beispiel:
Frau/Mann kommt zu mir: „Ich finde keine/n Partner/in“ Sie/er hat niemanden, ist schon so lange allein, immer wenn es ernst wird, ist er/sie weg.
Bei der Aufstellung zeigt sich dann, dass da wer ist, ein Partner/eine Partnerin. Auf meine Frage, wer das sein könnte, immer fragende Augen und zögerlich kommt dann zum Vorschein: ja für Sex gibt es jemand, aber nur für Sex. Das ist keine Beziehung das ist nur Sex! Ggggg
Aber in der Aufstellung zeigt es sich eindeutig, das ist der/die Partner/in. Wie soll da ein Neuer/eine Neue kommen, wenn man jemand hat, auch wenn es nur Sex ist und man sich anlügt und diesen Menschen doch gern hat. Warum auch immer dies nicht für die Öffentlichkeit geeignet ist – zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu arm, zu reich, verheiratet …. Erst wenn man alleine steht, kann man wirklich eine/n neune/n Partner/in, die/der ernsthaft an einer Beziehung interessiert ist, anziehen.
Erst dann, ansonsten zieht man nur Partner an, die auch gebunden sind. Wie auch immer. Man kann auch mit der eigenen Mutter oder dem eigenen Vater energetisch verbunden sein. Jeder kennt den Ausdruck „das Muttersöhnchen“, aber das gibt es in jeder Variation.
Nur wenn man wirklich alleine ist, seine alten Beziehungen gelöst hat, kann etwas Neues kommen.
In einer Aufstellung wird eben Unbewusstes sichtbar. Verborgenes kommt zum Vorschein. Den richtigen Platz zu haben, ist essentiell. Eine Frau gehört zum Mann und umgekehrt. Kindern gehört die Zukunft. Unsere Ahnen sind unsere Wurzeln.