Tag Archives: Liebe

13Sep/19

Seelenreading und Selbstwert.

 

Was ist denn der Selbstwert? Wer kennt nicht die Aussage: „Du hast zu wenig Selbstwert.“ Oder „Dein Selbstwert ist schon sehr ausgeprägt.“

 Im Seelenreading lernen wir z.B. den Selbstwert ganzheitlich anzuschauen; Anzuschauen, zu lesen und karmische Blockaden zu lösen, allem seinen Platz, seine Ordnung zu geben.

Der Selbstwert ist in 6 Anteile unterteilt. Meist ist der Anteil Selbstliebe, der am meisten blockierte Anteil.

Doch eigentlich ist dies eine logische Folge unserer Erziehung in unserer  Gesellschaft. Schon im Mittelalter war es nicht gerne gesehen, dass man sich selbst liebt und heute ist es nicht anders. Das zieht sich wie ein roter Faden bis in die heutige Zeit.

Nur wer hart arbeitet, ist was wert. Nur wenn wir heute rank und schlank sind und ausschauen wie aus einer  Modezeitschrift mit magersüchtigen, retuschierten Bildern, ja dann dürften wir uns lieben.

Mädchen müssen brav sein, gehorchen, Buben fleißig, ehrgeizig ……Es gibt so viele Programme, die wir schon aus unseren Vorleben mitbringen und uns immer wieder die gleichen Situationen kreieren/erschaffen.

Um endlich zu lernen, uns selbst bedingungslos zu lieben, mit all unseren Ecken und Enden, ist sehr hilfreich zu sehen, wie man sich  schon in Vorleben selbst sabotiert und abgelehnt hat. Bewusst zu lernen, diese Blockaden zu lösen und sich die Energie und Kraft zu holen, um sich selbst so zu lieben, wie man ist.

Wenn die Selbstliebe blockiert ist, wie soll ich jemand anderen lieben?

Erst wenn ich mich selbst liebe, bin ich fähig, jemand anderen auch zu lieben. Wir suchen doch immer in unserem Gegenüber unbewusst das, was uns fehlt, das, was ich erlöst haben möchte -den Vater, die Mutter, den Bruder, die Schwester, ……..genau aus diesem Grund gibt es all die Verwirrungen in Beziehungen.

Die Seelenfamilie findet sich immer wieder, solange die Karmen nicht  gelöst sind.

Erst wenn keine karmischen Schulden mehr vorhanden sind, können sich die Seelenfamilien lösen/trennen.

Wie oft wurden Frauen gegen ihren Willen verheiratet oder mussten in unliebsamen Beziehungen verharren. Aus der Geschichte wissen wir, dass Frauen früher sehr wenig Selbstbestimmung hatten. All das kann heute negative Auswirkungen auf unsern Selbstwert haben. In Bildern zu sehen und meist auch zu fühlen, wie sehr unsere Liebe verboten war, lässt uns heute verstehen, warum so manches ist, wie es ist. Meist braucht es dann so ca. 2-3 Wochen, bis man den Unterschied spürt und sieht.

Versucht mal selbst euch hinzufühlen: Wenn mein Selbstwert 100% haben soll, wieviel % habe ich?

…….der erste Gedanke ist meist die Antwort. Seid zu euch ehrlich.

Ihr könnt es euch in Form von Zahlen oder einer Tabelle oder eines durchsichtigen Rohres mit Wasser vorstellen. Nehmt euch eine ruhige, entspannte Minute Zeit und lasst euch überraschen.

 

02Feb/19

Lass los!

Lass deine Beziehung los!
Lass deinen Expartner los!
Lass deine erwachsenen Kinder los!
Lass die verlorene Liebe los!
Ärgere dich nicht, lass los!

Loslassen, wie geht das?

Jede/jeder, die/der sich mit dem Loslassen auseinandersetzen muss, weiß vom Verstand / der Logik her, dass sie/er loslassen sollte, aber es geht nicht.
Es ist einem schon lange bewusst, dass man es tun sollte, doch man schafft es nicht. Immer wieder leidet man und hängt vergangen Gefühlen hinterher, macht sich meist selbst Vorwürfe, will aber das innere Bild, Gefühl, Hoffnung nicht loslassen.

Ob es nun ein Partner war oder ein Mensch, den man gern als Partner gehabt hätte
oder auch liebe Verstorbene;
eine Arbeitsstelle, die man verloren hat oder gerne gehabt hätte;
oder Kinder erwachsen werden und man sie loslassen sollte;
ein Haus, eine Wohnung, ein geliebtes Tier …….
oder Worte, die man gehört hat und nicht loslassen kann – im Kopf eine Endlosschleife, immer und immer wiederholen sich die Gedanken zum Thema.

Wie lässt man los?
Wie schafft man das?

Hier erst einmal die möglichen Ursachen im Überblick:
(das ist mein Schema, nach dem ich vorgehe, natürlich kann man die Reihenfolge ändern, es kann aber in schlimmen Fällen auch alles sein)

  1. Karma-Vorleben
    Wenn ich mit der Person aus einem Vorleben durch große Schuld verbunden bin, muss dies gesehen und gelöst werden.
  2. Systemisch
    Wenn ich in meinem System am falschen Platz stehe.
    Beispiel: als kleines Mädchen/ kleiner Junge  (Prinz/Prinzessin) werde ich es nicht verstehen und schwer akzeptieren können, wenn ein Mann/ Frau mir den Laufpass gibt.
    Nur wenn ich am richtigen Platze stehe, diesen auch einnehme, kann ich bei Verlust weitergehen. Ein Verlust ist normal……denn Verlust ist Veränderung …Neubeginn
  3. Körperanker
    In meinem Körper sind durch negative Erlebnisse negative Anker, sodass es mir unmöglich ist loszulassen.
    Beispiel: Eltern haben sich getrennt, als ich ein kleines Kind war, das war für mich so furchtbar, dass ich die Trennung meiner Eltern nie verarbeitet habe, für mich lösen konnte. Das schläft in mir und in dieser Situation ploppt es hoch und ich kann mir meine unlogischen Gefühle nicht erklären. Aber viele Erlebnisse können daran mitwirken, dass ich nicht loslassen kann.
  4. Lebensplanung
    Wie/Was habe ich geplant für mein Leben, Partnerschaft, Arbeit …
    Typisches Beispiel: Kinder sind erwachsen und man hat sich nie Gedanken gemacht, hat es nie herausgefunden, was einem selbst Freude macht. „Was mache ich, wenn meine Kinder erwachsen sind. Was mache ich jetzt mit mir?“ Diese Frage überfordert viele Frauen. Hobby? Was soll ich mit der vielen Freizeit machen?
    Beziehung Ende, was nun?
    Jobverlust, Pensionsschock …
    Den Rückschlag als Chance, als Erfahrungswert annehmen und neu beginnen, neue Arbeit, neuer Partner, Neues lernen…. doch alles braucht seine Zeit. Natürlich gehört eine Trauerphase dazu, natürlich geht es einem eine Zeit schlecht, aber Jahre sollen es nicht sein.
  5. Ego

Nur wenn ich akzeptieren kann, dass die Welt sich um ihre Achse dreht und nicht um mich, werde ich alles tun, damit ich es schaffe loszulassen. Veränderung geschieht nur mit dem eigenen Willen.
Was tun?

  1. Familien-Aufstellungen: Hier schaue ich immer auf das Karma, aber auch systemisch.
  2. Systemische Arbeiten: NLP Tool um sich seinen Platz bewusst zu machen und zu verändern, Coaching Sitzungen
  3. Hypnosen: Um ganz tief versteckte Erinnerungen (Anker) hervorzuholen und zu lösen.
  4. Selbstprozessing: Sich bewusst auf sich selbst einlassen, hinein hören und sich wirklich seiner Bedürfnisse gewahr sein.

Das alles ist natürlich ein Prozess, der seine Zeit braucht.

  1. Koffer packen

Ich stelle mir vor, ich lege all meine Probleme, Sorgen, Wünsche abends in einen Koffer. Es sollte ein alter Koffer sein, bei dem noch ein dicker Ledergürtel dazu gehört, mit dem man durch zwei feste Eisenverschlüsse den Koffer versperrt und am Schluss den Riemen verzurrt/verschließt.
Dann stelle ich den Koffer in den Keller oder vor die Haustüre. Wenn ich mir das täglich abends vor dem Schlafen vorstelle, unterstützt mich das im Loslassen sehr. Mit diesen Gedanken dann einschlafen „Probleme sind im Koffer vor der Tür/ im Keller …“

  1. Liebeskummer

Bei unerreichter Liebe kann man sich vorstellen, dass man die Liebe zu diesem Menschen in eine wunderschöne Schachtel gibt, die man mit all der Liebe dekoriert und herrichtet. Nun verschließt man sie und gibt ihr im letzten Winkel des Herzens einen Ehrenplatz. Dann macht man dort die Türe so zu, dass sie einen jetzt nicht mehr schmerzt. Aber natürlich, wenn man es will, kann man sie jederzeit hervorholen.

Dazu muss ich sagen, dass diese Vorstellung schon vielen Menschen sehr geholfen hat, auch mir.

  1. Bewegung

Statt im Kopf den Verlust immer und immer wieder zu zelebrieren, sollte man sich einfach hinein-bewegen. Ob man es nun heraus tanzt oder läuft oder Rad fährt, ist egal. Die Magie dahinter ist, die negative Emotion mit den zugehörigen Stresshormonen durch Bewegung zu lösen. Durch sitzen und grübeln, wird es nur schlimmer.
Ich liebe es, bei einem Problem mich hineinzubewegen durch Wandern oder Fitnessstudio. Nach 1- 2 Stunden wird mir viel leichter und ich habe da die besten Erkenntnisse.
Sitzen und grübeln ist Stillstand. Nur durch Bewegung kommt das Problem in Bewegung.

  1. CD
    Wing Wave hat CDs, die durch Hemisphärenstimulation auf unser Unterbewusstes wirken und die Areale entkoppeln, die blockiert sind. Man kann auch alles als App herunterladen.

Ich arbeite gerne in Selbstprozessing-Arbeiten mit solch einer Musik, sie unterstützt mich sehr, leichter in die Tiefe zu kommen zu meinen Themen.

Wing Wave

  1. Bücher
    Lesen bildet, das Lesen hilft mir, andere Sichtweisen zu bekommen.

ZB:

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg
Wie sich dein Leben verbessert, we
nn du dich endlich locker machst
Alle Bücher sind der link von der Buchhandlung Plautz !

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg

Wenn ich weiß, wer ich bin, kann ich sein, wie ich möchte
Der Weg zum souveränen Ich

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29Okt/18

Mein Selbstwert 1Teil

„Ich kämpfe mit meinem Selbstwert, mein Selbstwert ist zu gering, ich habe keinen Selbstwert, ich glaube mein Problem liegt daran, dass ich keinen Selbstwert habe…“, sagen mir immer wieder Kundinnen.
Es stimmt, mit einem guten Selbstwert gibt es bestimmte Probleme gar nicht. Man lässt nicht über seine Grenzen gehen, weiß was man wert ist und zeigt klar seinen Wert auf.
Aber wo und wie entsteht ein gesunder Selbstwert?
Ich sage das Allerwichtigste ist die Prägungsperiode mit 0-7Jahren.
Hier wird unser Selbstwert geprägt. Von 0-3 Jahren kann ein Baby noch nicht unterscheiden zwischen Ich und du. Nach der Geburt ist es gar total verbunden mit seiner Mutter. Gut sichtbar wird dies, wenn die Mama nervös ist, dann ist es das Baby auch. Der/Die Kleine schreit ewig, ist unruhig … in Wirklichkeit hat die Mutter ein Problem. Löst sich das Problem der Mutter, wird der Säugling ruhig. Entspanntes Baby – entspannte Mama.
Lehnt sich die Mutter ab, findet sich hässlich, eben nicht wertvoll, so übernimmt das Baby dieses Grundgefühl.

Wenn sich dann die totale Verbundenheit löst und das Zwergerl zwischen Du und Ich unterscheiden kann, beginnt das Modellieren, das Abschauen wie es Mama/Papa machen. Gehen die Eltern wertschätzend mit sich um? Oder lassen sie sich von außen unterdrücken? Macht die Mama/der Papa Dinge, die sie/er gar nicht machen will, lässt sie/er sich von außen manipulieren, was sie/ihn danach unglücklich macht? „Ich will das nicht, aber man macht das so.“ Können die Eltern nicht „Nein“ sagen?
Das Baby spürt all diese Unstimmigkeiten der Mutter/ des Vaters und daraus baut es sich jetzt seinen Selbstwert zusammen.
Wenn nun das Baby heranwächst und keiner sagt dem kleinen Wesen, wie wunderbar es ist, wie schön, wie herrlich, wie lieb, wie toll, wie einzigartig, wie gut, wie gescheit, wie … es ist

„NUR“ dass die Eltern auf ihn/sie stolz sind z.B. weil er/sie jetzt schon sitzen kann, seinen Apfel isst, mit den Händen klatscht, so lieb lächelt……
Eltern sollen nicht nur sagen, sondern auch zeigen, wie toll es ist. Dies ist unerlässlich für den Selbstwert.
Ja wie soll dann ein kleines Wesen, das wie ein unbeschriebenes Blatt Papier ist, beschrieben werden, wenn es keiner tut!

Babys müssen fühlen und hören wie einzigartig, wie wundervoll sie sind. Nicht nur Babys, sondern jeder Mensch braucht das, so lange er lebt! Doch in der Prägungsphase ist es unerlässlich zur Bildung des Selbstbewusstseins. 

Was tun?
Hierzu gibt es viele Übungen.

Ich liebe dazu die Hypnose, speziell zugeschnitten auf einen bestimmten Menschen, denn das Unterbewusste weiß nicht, ob es Fantasie ist oder Realität und wenn man sich in der Fantasie vorstellt, wie wunderbar die eigene Kindheit war und man die negativen Erinnerungen gedanklich entkoppelt und umschreibt, dann kann man sich so seinen Selbstwert reparieren.

Mit Glaubenssätzen zu arbeiten, ist natürlich auch sehr wichtig.
Ich liebe mich
Ich bin wertvoll
Ich bin super, gut
Ich bin ein toller Mensch…

Diese Glaubenssätze, die man sich täglich, am besten vor dem Spiegel, morgens und abends 10 x laut vorsagen sollte, tun in ihrer Kontinuierlichkeit sehr gut. Hier passt das Sprichwort gut: „Steter Tropfen höhlt den Stein“

Mit Wing Wave lassen sich diese Glaubensätze gut im Unterbewusstsein verankern.

Ein Tagebuch führen, notieren, was ich jeden Tag gut gemacht habe, was mir toll gelungen ist.
Das Schreiben mit der Hand ist Kommunikation mit dem eigenen Unterbewussten. Sicher, am Anfang ist es ungewohnt, doch wenn man einmal damit begonnen hat, spürt man die heilende Wirkung der Worte.

 

 

25Jun/18

Wir wollen doch alle nur unsere Bedürfnisse pflegen? Oder?

JA
1 .)„Ich mache das doch nur, weil ich sie/ihn liebe.“
2.)„Ich wünsche mir nichts mehr, als dass es ihr/ihm gut geht.“

3.)Oder etwas egoistischer: „Das steht mir zu!“
4.)„
Sie/er muss sich verändern, sonst verlasse ich sie / ihn.“
5.)„Ich halte
sie/ihn nicht aus, immer das Gleiche“

6.)…………………………………………………………………………..

All das höre ich immer wieder.
Aber wer sagt denn, dass mein/e Herzallerliebste/r das tatsächlich will, braucht oder mag? In den seltensten Fällen ist es so, dass unser Handeln mit solchen Grundaussagen wirklich ein Liebesdienst ist. Wir glauben, dass unser Partner für solch ein Handeln dankbar ist, das will oder es sonst nicht geht – oder wir wollen, dass es so ist. Wenn wir tief in uns hinein hören, entdecken wir allerdings, dass sich ein ungelöstes negatives Erlebnis unserer Vergangenheit zu einem gegenwärtigen Problem entwickelt hat. Wir projizieren unsere eigenen Vorstellungen aus einer Angst heraus auf unseren Partner. Dadurch soll sich das Erlebte nicht wiederholen. Wir halten an unseren Vorstellungen fest und laufen eigenen Bildern nach.

Beispiel: Frau, 45 Jahre, 1 Kind und Patchwork-Familie: Mein Partner muss sich ändern, sonst gehe ich. Nie redet er mit mir, wenn er ein Problem hat. Nie…“
Nach einer Systemischen Beratung – sie war in der Mutter-Rolle und einer WingwaveSitzung wurde ihr klar, dass sie ein Kindheitstrauma hat. Ihre Mutter bestrafte sie immer wieder mit Nicht-Beachtung. Sie wurde tagelang von ihr wie Luft behandelt. Ihr eigener Mann konnte mit ihr nicht über die Probleme, die ihn persönlich betrafen, gleich sprechen ihm musste die Problematik der Situation erst selbst bewusst werden. Er musste zunächst für sich selbst darüber schlafen. Auch wollte er erst eine eigene Lösung finden, um seine Frau nicht zu belasten. Das hat er ihr dann, nachdem sie ihre Blockade losgelassen hat, gesagt.
Ist das nicht schön? Er wollte sie beschützen, aber durch ihr Trauma nahm sie es ganz anders war. Für sie war es ein Ausschließen, ein Nicht-Wahrnehmen und Ignorieren.

Anderes Beispiel: Mann, 38 Jahre: „Ich mache das, damit es ihr gut geht.“ Sie soll zuhause bleiben, bei unserem Kind (9 Jahre). Sie aber möchte 15Std arbeiten gehen. Sie sagt, wir brauchen ja das Geld. Aber in Wirklichkeit möchte sie unter Menschen eine Abwechslung zu Kind und Mann. Aber der Mann war ja bei mir in der Sitzung Nach einer Rückführung in die Kindheit wurde ihm klar, dass seine Mutter alleine war mit zwei Kindern und dem spielsüchtigen Vater. Die Mutter ging 50 Std arbeiten und hat den ganzen Haushalt alleine gemacht. Dem Mann wurde dadurch bewusst, dass die Mutter total überfordert war und keine Zeit oder auch keine Lust auf den Vater hatte, der er immer das ganze Geld verspielte und nächtelang weg war. Als dem Mann dies bewusst wurde, verstand er seine Frau. Von da an war es für ihn eine Erleichterung, dass sie arbeiten ging – er freute sich für sie.

Meist stehen hinter unseren Ausweich-Strategien Blockaden aus früheren Traumata. Zunächst können wir uns einreden, dass unser Handeln zum Wohl unseres Partners ist, doch meist sind es ungelöste Probleme unserer Kindheit. Aus den daraus entstandenen Ängsten entstehen falsche Glaubenssätze und eine Angst, der wir uns nicht stellen wollen.
Doch hinterfragen Sie diese Glaubenssätze: Sind sie wahr? Wer sagt das? Woher kommt diese Annahme? Was steht dahinter? Denn wir alle wollen ja diesen negativen Gefühlen, die dahinter steht stehen, ausweichen.
Würde mich freuen
, wenn ihr mir eure Meinung schreibt.

Eure Heidi Schwaiger-Färber

 

04Jun/18

Falscher Platz im System?!

Ich verstehe meinen Mann/meine Frau nicht!
Ich verstehe mein Kind nicht…
In Familienaufstellungen sieht man immer wieder, dass ganz oft die Ursache der Missverständnisse der falsche Platz im System ist.

Beispiel:
Frau versteht nicht, warum der Mann nie Geld hat – Betonung nie! Er zahle ja nur den Kredit und das Auto! In einer Aufstellung kommt dann heraus, dass die Frau in der Rolle des Kindes stand –sie quasi die Energie des Kindes hatte und dadurch nicht sehen konnte, dass der Mann auch regelmäßig einkaufen ging oder alle großen Anschaffungen machte. Beide konnten durch diesen blinden Fleck nicht sehen, dass die Rechnung, die sie aufstellten, so nie funktionieren konnte.
Die Frau wollte einen Vater, der seine Tochter beschützt und ihr alles bietet, was sie braucht und es keine Sorgen wegen Geld gibt. „Papa, bitte versorge mich.“
Gleichzeitig aber war der Mann noch immer von seiner ersten Liebe blockiert.
Er: „Das, was ich gebe, muss reichen, darüber brauchen wir gar nicht sprechen“
Als es für beide sichtbar wurde und gelöst werden durfte, wurden beiden binnen einer Woche ihre Fehler in ihren Rechnungen bewusst und, oh welch ein Wunder, Gespräche kehrten in die Beziehung ein. Ich sah das Paar dann noch einmal zu einem Systemischen Gespräch. Die Beziehung bekam dann eine neue Tiefe, die endlich von der Liebe am rechten Platz getragen wurde.

Zweites Beispiel:
Tochter, 12 Jahre alt, glaubt, sie sei erwachsen, schreit mit allen, weiß alles besser, ist aggressiv. Die Mutter war schon sehr verzweifelt, egal was sie sagte, das Töchterchen hörte nicht. Schulisch wurde die Tochter auch rapide schlechter … Früher war sie ja so lieb und brav!
In der Aufstellung zeigte sich, dass die Tochter am falschen Platz stand. Sie war in der Rolle der Mutter, die Mutter war dadurch die Rivalin, die natürlich unbewusst vertrieben gehörte. Der Vater musste ja bestraft werden, wenn er mit der Rivalin zusammen war.
In der Aufstellung gelang es, dieses Durcheinander zu lösen. Die Tochter wusste nichts von der Aufstellung, nur der Vater, also beide Eltern waren da. Auch war noch im System der Mutter stark verankert, dass Frauen nichts lernen dürfen und sowieso Hausfrauen und Mütter sind.

Ca. drei Wochen danach pendelte sich das Schulproblem ein. Auch war die Tochter danach nicht mehr so aggressiv. Mit der Mutter hatte ich dann noch drei Sitzungen, in denen wir systemisch Strategien und Lösungen erarbeiteten. Danach war die Pubertät der Tochter angenehm. Heute ist diese schon eine erwachsene Frau und hat einen tollen Beruf erlernt (super Studium – Frau Doktor).

Drittes Beispiel:
Frau/Mann kommt zu mir: „Ich finde keine/n Partner/in“ Sie/er hat niemanden, ist schon so lange allein, immer wenn es ernst wird, ist er/sie weg.
Bei der Aufstellung zeigt sich dann, dass da wer ist, ein Partner/eine Partnerin. Auf meine Frage, wer das sein könnte, immer fragende Augen und zögerlich kommt dann zum Vorschein: ja für Sex gibt es jemand, aber nur für Sex. Das ist keine Beziehung das ist nur Sex! Ggggg
Aber in der Aufstellung zeigt es sich eindeutig, das ist der/die Partner/in. Wie soll da ein Neuer/eine Neue kommen, wenn man jemand hat, auch wenn es nur Sex ist und man sich anlügt und diesen Menschen doch gern hat. Warum auch immer dies nicht für die Öffentlichkeit geeignet ist  – zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu arm, zu reich, verheiratet …. Erst wenn man alleine steht, kann man wirklich eine/n neune/n Partner/in, die/der ernsthaft an einer Beziehung interessiert ist, anziehen.
Erst dann, ansonsten zieht man nur Partner an, die auch gebunden sind. Wie auch immer. Man kann auch mit der eigenen Mutter oder dem eigenen Vater energetisch verbunden sein. Jeder kennt den Ausdruck „das Muttersöhnchen“, aber das gibt es in jeder Variation.
Nur wenn man wirklich alleine ist, seine alten Beziehungen gelöst hat, kann etwas Neues kommen.

In einer Aufstellung wird eben Unbewusstes sichtbar. Verborgenes kommt zum Vorschein. Den richtigen Platz zu haben, ist essentiell. Eine Frau gehört zum Mann und umgekehrt. Kindern gehört die Zukunft. Unsere Ahnen sind unsere Wurzeln.